Erweitertes Nachmittagsangebot in Nieder-Roden

Erster Schultag für 403 Kinder

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Symbolbild

Rodgau - Mehr als 400 Mädchen und Jungen in Rodgau kommen am Dienstag in die Schule. Es gibt ein paar Neuerungen.

Die Jahrgänge sind je nach Wohnort unterschiedlich groß: Während die Carl-Orff-Schule Jügesheim nur 46 Erstklässler aufnimmt, begrüßt die Münchhausenschule in Hainhausen mehr als doppelt so viele Kinder (101). Die Klassengrößen liegen zwischen 18 (Wilhelm-Busch-Schule) und 25 Kinder (Schule am Bürgerhaus Nieder-Roden).

Der Umgang mit bunt zusammengesetzten Lerngruppen ist für Grundschullehrerinnen Alltag. Die Kinder unterscheiden sich in ihren Begabungen und im Leistungsvermögen stark. Die Bandbreite innerhalb einer Klasse kann vom verspielten „Kindergartenkind“ bis zum Hochbegabten reichen. Die Grundschulen setzen deshalb zunehmend auf individuelles Lernen. Für Kinder, die zwar schulpflichtig, aber noch nicht schulfähig sind, gibt es zwei Vorklassen in der Wilhelm-Busch-Schule (18 Kinder) und der Münchhausenschule (zwölf).

Einen anderen Weg geht die Freiherr-vom-Stein-Schule in Dudenhofen. Sie hat vor drei Jahren ihre Vorklasse aufgegeben und setzt seither auf eine flexible Eingangsstufe. Ihre ersten beiden Schuljahre verbringen die Kinder in altersgemischten Flex-Klassen. Schulleiterin Ursula Eller ist vom Erfolg überzeugt. 93 Prozent der Kinder hätten die Flex-Klassen in zwei Schuljahren durchlaufen, zwei Prozent seien schon nach einem Jahr in die 3. Klasse versetzt worden. Nur fünf Prozent hätten ein drittes Flex-Jahr gebraucht. Zum Vergleich: Bisher hätten zehn bis 15 Prozent eines Jahrgangs die Vorklasse besucht. Mit Lehrkräften sind die sechs Rodgauer Grundschulen gut versorgt, wie die Rektorinnen berichten. Dank Unterstützung des Staatlichen Schulamtes sei es gelungen, auch die letzte Stelle rechtzeitig zu besetzen, berichtet Schulleiterin Susanne Fries von der Münchhausenschule.

Warmes Mittagessen ist neu

Zusätzliche Lehrerstunden verwenden die Schulen für Arbeitsgemeinschaften und Förderangebote. „Die 104 Prozent werden wir gut verwenden können“, sagt Sabine Döring von der Carl-Orff-Schule. So sei auf Wunsch des Schülerrats im neuen Schuljahr unter anderem ein großes Musical geplant.

Der Ganztagsschulzweig in der Carl-Orff-Schule ist ab Dienstag vollständig. Dann gibt es in jedem der vier Jahrgänge eine echte Ganztagsklasse, in der sich Unterrichts- und Freizeitphasen abwechseln. Diese „einzügig gebundene Ganztagsschule“ geht weit über eine herkömmliche Nachmittagsbetreuung hinaus.

Die Schule am Bürgerhaus Nieder-Roden gehört ab diesem Schuljahr zum „Profil 1“ der Schulen mit Ganztagsangeboten. Mit einer Lehrerstelle mehr kann sie Förderunterricht und Arbeitsgemeinschaften erweitern. Neu ist ein warmes Mittagessen für alle Kinder, die das wollen. Schulleiterin Ingrid Löw rechnet damit, dass etwa ein Viertel der Eltern ihre Kinder dazu anmelden: „Es wird sehr spannend. Wir werden in den ersten beiden Wochen hart daran arbeiten müssen.“

Die Wilhelm-Busch-Schule in Jügesheim hat unterdessen ihren dritten Antrag gestellt, um ebenfalls in das „Profil 1“ aufgenommen zu werden. „Es wäre schön, wenn das mal klappen würde“, sagt Schulleiterin Angelika Stelzer-Dasbach: „Wir bleiben dran und lassen und nicht entmutigen.“

eh

Quelle: op-online.de

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