Rodgauer Christdemokraten warnen vor zu starker Verdichtung

Es wird zu eng in Rodgau-West

In die Vorplanung geht jetzt das neue Baugebiet Rodgau-West zwischen Jügesheim und Hainhausen. Die Union meint, es sei ein Fehler, dort eine zu starke Verdichtung zuzulassen.
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In die Vorplanung geht jetzt das neue Baugebiet Rodgau-West zwischen Jügesheim und Hainhausen. Die Union meint, es sei ein Fehler, dort eine zu starke Verdichtung zuzulassen.

Die Christdemokraten sehen Nachbesserungsbedarf beim Rahmenplan für das Mega-Baugebiet Rodgau-West (46 Hektar zwischen Jügesheim und Hainhausen). Schon in der Stadtverordnetenversammlung kritisierte der CDU-Stadtverordnete Max Breitenbach mehrere Eckpunkte dieses Rahmenplans, der eine Vorstufe zum Bebaungsplan ist. Jetzt legt die Junge Union mit einer Presseerklärung nach. Fazit: Es soll eine zu dichte Bebauung entstehen, die sich nicht ins Bestehende einfügt. Das muss verhindert werden.

Rodgau - Die CDU kritisiert den Rahmenplan zum Baugebiet Rodgau-West. Max Breitenbach führte im Parlament an, es sei ein Fehler, bis zu 4,5-geschossige Häuser und bis zu 60 Wohneinheiten pro Hektar zuzulassen. Diese krasse Verdichtung widerspreche einem Beschluss im Bauausschuss, der sich auf maximal 3,5 Geschosse festgelegt habe. Noch nicht beschlussreif sei der Plan vor allem auch deshalb, weil ein Verkehrskonzept fehle. In diesem Zusammenhang sei fraglich, ob die Annahme, dass die Bewohner dereinst tatsächlich auch auf Lastenfahrräder umsteigen und schön brav die S-Bahn nutzen statt den eigenen Pkw, wirklich eintreffe. Dasselbe gelte für die geplanten Quartiersgaragen, die teils in deutlicher Entfernung zu den Wohnungen lägen.

Die Rathausmehrheit aus SPD, Grünen, FDP und Rodgauer Liste beschloss den Rahmenplan im Parlament trotzdem.

Die Junge Union stellt fest: Südlich vom Baugebiet Rodgau-West liegt an der S-Bahn Linie das Gebiet J 26 mit einer Wohnbebauung von 1-2 Geschossen. Im Norden schließt sich das Neubaugebiet von Hainhausen West (H17) mit einer Wohnbebauung von 2-3 Geschossen an. Im nun mit den Stimmen der Kooperation beschlossenen Rahmenplan werde im neuen Stadtteil mit bis zu 4,5 Geschossen bei der Wohnungsbebauung gerechnet. „Es ist gut, dass unsere Stadt wächst. Es braucht neuen Wohnraum in unserer Stadt. Die aktuellen Planungen präsentieren jedoch einen Stadtteil, dessen Wohnbebauung zu hoch hinausgeht und die Verdichtung von Wohnraum vorantreibt,“ so der Vorsitzende der JU Rodgau, Joachim Fuhr.

Ein weiterer Knackpunkt werde die Mobilität sein. Der Rahmenplan sehe nur eine einzige große Quartierstraße und eine zusätzliche Wohnstraße vor. Auf diesen Straßen sei das Autofahren möglich. Sonst gebe es nur noch ein „attraktives und engmaschiges Fuß- und Radwegnetz“. Parken müssten die Bewohner in Quartiersgaragen – es sei denn man sei glücklicher Besitzer eines Einfamilien- oder Doppelhauses. Für den Zu- und Abflussverkehr habe der Rahmenplan keine Antwort. Dieser gehe vielmehr davon aus, dass die Zukunft der Mobilität ohne das Auto auskomme. Man brauche unbedingt den Ausbau der Rodgau-Ringstraße.  (bp)

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