Sanierung des Bonhoeffer-Hauses

Dachschaden am Gemeindehaus

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Mit einer Spardose in Kirchenform bittet Pfarrer Hansjörg Rekow um Spenden für die Dachsanierung des Bonhoeffer-Hauses.

Weiskirchen - Nach der Renovierung der Gustav-Adolf-Kirche steht in der evangelischen Trinitatisgemeinde nun die Dachsanierung des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses auf dem Plan. Das Dach ist undicht und es regnet teilweise rein.

Mit kleinen Spardosen in Kirchenform wirbt die Gemeinde um Spenden.

„Diese Aktion ist die erste von hoffentlich vielen“, sagt Pfarrer Hansjörg Rekow über die Aktion „Dachschaden“. Jeder kann sich nach dem Gottesdienst oder im Gemeindehaus eine getöpferte Spardose in Form einer Kirche mit kaputtem Dach abholen. Die Spardose nimmt all das Kleingeld auf, was im Alltag so das Portemonnaie füllt. Als kleine Spende kann das Geld dann, auch gegen Spendenquittung, im Gemeindebüro abgegeben werden. Auch größere Spenden sind gern gesehen. Die Dachsanierung dürfte einen sechsstelligen Betrag kosten. Ein Drittel davon muss die Gemeinde ein Drittel selbst tragen.

Nicht ganz überraschend

Der Dachschaden kommt nicht ganz überraschend. An manchen Stellen im Bonhoeffer-Haus gab es immer wieder Pfützen. Und dabei handelte es sich nicht um Restfeuchtigkeit, die nach dem Bodenwischen übrig war.

„Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder auf dem Trockenen sitzen“, betont der Pfarrer. Das Gemeindezentrum wird täglich von der 2400 Mitglieder starken Gemeinde genutzt. Neben Gruppenstunden finden dort Veranstaltungen wie Konzerte, Familien- oder Kindergottesdienste und private Feste statt.

Genehmigung bis zum Herbst?

Das 30 Jahre alte Dach ist einfach aufgebaut: Es besteht aus Dachlatten mit Dachpappe. „Hoffentlich ist die Konstruktion darunter noch in Ordnung“, sagt Rekow. Er wartet auf den Kostenvoranschlag des Architekten für die Sanierung. Dann will er den Antrag bei der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau einreichen. Er hofft auf eine Genehmigung bis zum Herbst, damit die Arbeiten schnellstmöglich beginnen können. Gelder von der Landeskirche erwartet die Gemeinde im Jahr 2014.

Nicht nur das Dach des Gemeindehauses ist reparaturbedürftig, sondern auch der Sockel. Auf der Wunschliste stehen auch Fenster mit Isolierglas und eine Wärmedämmung der Wände. Das Ziel heißt Energiesparen, um die Kosten gering zu halten.

Die Kirche am Hohen Nickel wurde erst 2009 gründlich renoviert. Sie erhielt einen neuen Anstrich, einen Parkettboden, neue Stühle, eine neue Orgel und eine neue Lautsprecher- und Mikrophonanlage. Auch die Bleiverglasung der Fenster wurde erneuert. Die Kirchengemeinde trug dafür 200.000 Euro in Form von Spenden, Rücklagen und Unterstützung der Landeskirche zusammen. Eine von mehreren Spendenaktionen zur Kirchenrenovierung hatte das Motto: „Ich geb’ dir einen Engel mit.“ Dabei wurden kleine Engel aus den Seiten ausrangierter Gesangbücher gebastelt und verteilt.

jg

Quelle: op-online.de

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