Fall aus Rodgau

Ex-Heimkind will nicht für Mutter zahlen: Prozess fortgesetzt

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Gabriele Dietz-Paulig erscheint vor dem Familiengericht. Als früheres Heimkind will sie nicht für ihre pflegebedürftige Mutter zahlen, nachdem diese sie zunächst in ein Säuglings- und dann bis zur Volljährigkeit in ein Kinderheim gegeben hatte.

Offenburg/Rodgau - Vor dem Familiengericht im baden-württembergischen Offenburg ist heute der Prozess um finanzielle Forderungen der Behörden an ein ehemaliges Heimkind fortgesetzt worden.

Die mittlerweile 55 Jahre alte Frau aus Rodgau wehrt sich dagegen, für ihre pflegebedürftige Mutter Unterhalt zahlen zu müssen. Am Dienstag sollten mehrere Zeugen gehört werden, unter anderem die Schwester der Frau. "Ein solches Verfahren wird nie Routine", sagte Gabriele Dietz-Paulig kurz vor Beginn des zweiten nicht-öffentlichen Verhandlungstages. Sie erhalte viel Zuspruch für ihre Haltung. Das sei ermutigend. Ihr Anwalt Michael Klatt kritisierte das Landratsamt des Ortenaukreises. "So wird etwa versucht, die frühere Situation meiner Mandantin herunterzuspielen", sagte er. Das Schicksal als Heimkind werde relativiert und als damals übliche Praxis dargestellt. "Wir haben durchaus Verständnis für die Situation", sagte der Sprecher des Amtes, Kai Hockenjos. Doch gebe es Gesetze, an die man sich halten müsse. Anders als von der Klägerin angegeben, habe es regelmäßig Kontakt zwischen ihr und der Mutter gegeben. Das könne man durch Fotos und Zeugenaussagen belegen. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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