Facebook-Invasion beim Weinfest

Nieder-Roden (bp) - Nicht nur die Dietzenbacher CDU leidet unter der Unsitte von Facebook-Partys, sondern auch das gemütliche Weinfest in Nieder-Roden.

Nachdem sich Jugendliche im Internet über Facebook zur Party dort verabredet hatten, herrschte in der Nacht zum Samstag auf dem Puiseauxplatz „Ausnahmezustand“. Das berichtete Organisator Dieter Staak gestern auf Anfrage unserer Zeitung. „Bis die gegen 23 Uhr kamen, war es - so wie immer - ein wunderschönes Fest“, denkt Staak nur ungern an die nächtliche Invasion ungezählter Jugendlicher zurück, „die sich nicht zu benehmen wussten“.

Natürlich haben weder der Veranstalter noch der Organisator etwas gegen ein jugendliches Publikum. Sobald die jungen Leute aber Gläser aus Spaß zertrümmern (obwohl sie dafür zwei Euro Pfand bezahlt haben) und unmäßig Alkohol trinken, der auf das Fest eingeschleust wurde und nichts mit den dort vertretenen Winzern zu tun hat, hört das Verständnis auf. Zumal sich manche Gäste belästigt fühlten - was der Anruf eines Festbesuchers in der Redaktion unserer Zeitung gestern bestätigte.

Staak zufolge musste der Sicherheitsdienst des Veranstalters „etwa fünfmal“ die Polizei rufen, um lange nach dem Ende des Fests Ordnung schaffen zu können. „Wir selbst haben dann mitten in der Nacht „hunderte eingeschleuster und geleerter Flaschen weggeräumt und Scherben weggekehrt“. Der Organisator kennt solche Auswüchse auch von anderen Weinfesten. „Die kommen immer gegen 22.30 Uhr. Und dann gleich in Massen. “

Lesen Sie hierzu heute auch den Fall aus Dietzenbach:

Gefährliches Spiel mit der Angst

Staak bedauert, dass dieses lästige Phänomen zumindest in Nieder- Roden nicht in den Griff zu bekommen war. Dazu habe der Platz zu viele öffentliche Zugänge. „Stoppen kann man das nur auf einem abgeschlossenen Gelände. “ Der Fest-Macher wirbt dafür, dass sich Besucher von solchen meist einmaligen Invasionen nicht abschrecken lassen. „Das Nieder-Röder Weinfest ist ein gemütlicher und wunderbarer Treffpunkt. “ Auch legt Staak Wert auf die Feststellung, dass die Winzer jeden Abend den Platz reinigen und vor Festbeginn am Tag darauf nochmals mit Schippe und Besen herumgehen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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