Fahrradwege nachbessern

+
An der Dietrich-Bonhoeffer-Straße endet der Radweg unvermittelt auf der Piste.

Rodgau - (bp) „Sobald wieder Schule ist, werde ich den Radweg meiden.“ Der kritische Kommentar der Weiskircher Radfahrerin dokumentiert, wie skeptisch manche Pedalritter den neuen Radweg entlang der Alfred-Delp-Straße in Hainhausen bewerten. Es heißt, dass Eltern, die ihre Kinder von der Schule holen, die rot markierte Fläche zu stellen.

Die parken, wie sie wollen und wenden nach Laune.“ Besonders eng und brenzlig wird es an der Bonhoeffer-Straße. Dort entlässt der Radweg an seinem Ende die Pedaleure einfach auf die Straße.

In die Kritik stimmt der Rodgauer Ableger des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ein. „Viele Fahrradwege in Rodgau sind Stückwerk.“. Viele neue rot markierte Radverkehrsanlagen könnten in Rodgau bewundert werden. „Doch sind die alle sinnvoll?“ fragt der Verein. Der ADFC sieht viel Stückwerk und viel Rot, nur keinen roten Faden. Als erstes „Torso“ nennt Vorsitzender Stefan Janke den neuen Radweg in Hainhausen entlang der Alfred-Delp-Straße. Trotz massiver Kritik des ADFC sei der Radweg neben dem Gehweg angelegt worden. „Dass Fußgänger den Weg zwangsläufig mitbenutzen, da der Gehweg an einigen Stellen viel zu schmal ist (was nach der ab 1. September gültigen Straßenverkehrs-Ordnung nicht zulässig ist), scheint die Verantwortlichen nicht zu stören“, reklamiert der ADFC. Er kritisiert (wie dies zuletzt auch bei Eröffnung der Straße aufgegriffen worden war), dass die Trasse in Weiskirchen abrupt endet und an der Geschwister-Scholl-Straße unglücklich verschwenkt wurde.

Nach ADFC-Ansicht wäre es besser gewesen, die gesamte Fläche als Gehweg zu bauen und dort Radverkehr in Schrittgeschwindigkeit zu erlauben, ebenso das Befahren der Fahrbahn.

Den nächsten Torso könne man nun in Dudenhofen bewundern. „Wer nach Jügesheim auf der Nieuwpoorter Straße radelt, wird vom Geh- und Radweg auf die Fahrbahn geführt, darf den Kreisel durchradeln und muss sich dann umständlich wieder an der Fußgängerfurt auf den Geh- und Radweg begeben.“ Der ADFC begrüßt ausdrücklich, dass die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn oder dem Radfahrstreifen von der Stadt Rodgau bevorzugt werde. Aber dann sollte es nach Meinung des Clubs nicht so ein kurzes Stückwerk sein. „In Gegenrichtung hört der Radfahrstreifen wie vorher auch am Friedhof auf.“ Froh ist man, dass wenigstens die Anregung aufgenommen wurde, „weiter das Radfahren auf dem Geh- und Radweg in Gegenrichtung zuzulassen, damit Radler nicht doppelt die Fahrbahn kreuzen müssen, wenn sie später in die Einhardstraße abbiegen“.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare