Enten, Teichhühner, Biberratte & Co. nicht füttern

Falsch verstandene Fürsorge schadet Tieren

Rodgau - Die Stadt appelliert in einer Mitteilung, Enten, Teichhühner & Co. nicht zu füttern. Dies führe leider „häufig zu ungewünschten Resultaten für Tier und Gewässer“. Wasservögel beispielsweise neigen bei Zufütterung zur Verfettung.

Auch lockt ein reichhaltiges Nahrungsangebot weitere Artgenossen an, sodass die Population auf begrenztem Raum schnell zu groß wird. Der vermehrte Kot führt in einem Gewässer zur Überdüngung und zu verstärktem Algenwachstum. Als Ergebnis bildet sich Faulschlamm. Sauerstoffmangel und im schlimmsten Fall das Umkippen eines Gewässers kann die Folge sein. Brot, das von den Tieren nicht aufgenommen wird, belastet das Gewässer aber auch direkt. Beim bakteriellen Abbau wird Sauerstoff verbraucht, der Fischen und anderen Wasserlebewesen dann fehlt. Zudem locken Lebensmittel viele andere ungebetene Gäste wie Ratten, Waschbären, Füchse, Marder und Wildschweine an, die auch die Gelege von Wasservögeln nicht verschmähen.

Auch Nutria, die Biberratte, ist ein solcher Gast, der den gedeckten Tisch nicht ausschlägt – zum Beispiel am Finkensee zwischen Jügesheim und Hainhausen Einzeltiere sind sicher problemlos in einem Biotop zu tolerieren und für den Beobachter eine Bereicherung. Die Ausbreitung von Nutria birgt allerdings Gefahren und sollte durch Fütterung auf keinen Fall begünstigt werden. Schnell destabilisiert eine größere Gruppe mit ihren verzweigten unterirdischen Bauten die Böschung. (bp)

Wie aus dem Garten ein Zuhause für Vögel wird

Quelle: op-online.de

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