Sitzung der TG lässt keine Wünsche offen

Büttenspaß im Hainhäuser Zirkuszelt

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Die „Rodgau-Elfen“ waren eine Augenweide.

Hainhausen - „Hainhausen Helau, Manege frei!“ hieß es bei der ersten Sitzung der Turngemeinde. Die Besucher erwartete im bunt geschmückten Zirkus „Rudolpho“ wieder eine tolle Show mit Menschen, Tieren, Attraktionen.

Wie von den Fastnachtern der TG gewohnt, passt auch in dieser Kampagne alles zum diesjährigen Zirkusmotto, bin hin zum kleinsten liebevoll angepassten Detail.

Nach den kleinen Tanzakrobaten der „Twinkle Toes“ und zwei unterschiedlichen Meinungen vom perfekten Urlaub von Norbert Möller und Heinz Stille in der Bütt, bot „Delicious“ eine tierisch gute Show. Als wahre Stimmungskapelle entpuppte sich die Formation „Doppelpass“, die doppelten Spaß in die Manege brachte. Von Baccara bis Wolle Petri brachten sie das Zelt zum wackeln.

Mittendrin statt nur dabei, hieß es für das Publikum. Denn wer dachte, in der ersten Reihe die Logenplätze zum gleichen Preis bekommen zu haben, der irrte sich. Günther Werner vollführte an ihnen die Menschendressur in Perfektion. Nur für eine verpackte Salami machte die erste Reihe brav Männchen und fauchte um die Wette. Als Donner und Doria ging es für Werner dann mit Zirkusdirektor Thorsten Rudolph wieder „frei Schnauze“ zur Sache. Für neuen Pep in der Ehe sollte ein Stellungswechsel sorgen - nun bügelt er und sie sitzt vorm Fernseher. „So kann’s nicht sein, so kann’s nicht bleiben“, brachte das „Trio Ha Wei“ seine Kritik an der Kommunalpolitik auf den Punkt und bestimmte Hainhausen zumindest zur Fastnacht zum Mittelpunkt Rodgaus. „Überall nur Stillstand, weil in Rodgau nix mehr stimmt“, stimmten sie weiter fröhlich ein.

Eintracht vs. OFC

Schockiert war Eintracht-Fan Thorsten Rudolf, der nahe seinem Zirkusplatzes ein rot-weißes Basislager der Regionalliga ausgemacht hatte. Auch das musste, natürlich gesanglich und mit Witz, dran glauben. Für schallendes Gelächter sorgte dann die Zugabe. „Das alles, und noch viel mehr, kann er machen, denn er ist Bischof von Limburg, yeah!“, verpackte Rudolph im Bischofkostüm als „geilster Typ des Katholizismus“ seinen Abfall vom Glauben.

Thorsten Rudolph als „geilster Typ des Katholizismus“.

„I like to move it“, hieß es dann bei der tollen Tiershow der vereinseigenen „Gassehopser“. Zunächst als Giraffe, Zebra, Löwe und Nilpferd, dann als attraktiver Blickfang rockten sie die Manege. Ordentliche Lacher und seine ganz spezielle direkte Art legte das Duo „Gisela und Renate“ in gewohnter Manier an den Tag. Schlagfertig und frech lästerten sie von ihrer geliebten Bank aus. Als Stammgäste und Dauerbrennen suchten die Giesemer Trottwa Lerche im Publikum zwar verzweifelt nach Annika, Marleen, Chantal und Desiree, gaben ihre Ode an die Frauenwelt dann aber auch so zum Besten.

Zu einem Zirkus gehört natürlich auch ein echter Zauberer. Bei den verblüffenden Tricks von Magier „Abraxas“ alias Thorsten Ophaus fehlt eigentlich nur noch das weiße Kaninchen. Animalischer Urinstinkt war auch das Thema von Andreas Kraus, der sich eingehend mit dem männlichen Jagdtrieb und der Sturheit seiner Art beschäftigte. „Gehst du als Mann heut auf die Jagd, führt dich dein Weg in den Supermarkt“, leitete er die gekonnt parodierte Entwicklung vom braven Steuerzahler zum Neandertaler ein.

Eine echte Sensation im Zirkuszelt waren die „Rodgau Elfen“. Die Kostüme waren sprichwörtlich ausgefallen, als die Herde des Männerballetts gekonnt ungekonnt über die Bühne trampelte. Es begann mit dem Einmarsch edler Rösser, die sich zu Tauben und schließlich zu Hasen verwandeln - ein tierisches Vergnügen, wie die gesamten rund vier Stunden im Zirkus „Rudolpho“.

pep

Quelle: op-online.de

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