FTF-Jugendfastnacht

Von Gauklern bis zur Geisterbahn

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Die Jüngsten der FTF-Fastnachtsjugend: Die „Wasserflöhe“ tanzten als Gaukler auf dem närrischen Jahrmarkt in der SKV-Halle.

Hainhausen - Ein volles Haus hatte die Jugend des Freundeskreises für Turnen und Fastnacht (FTF) in der SKV-Halle. Ein Marktschreier kündigte Jahrmarkt-Sensationen an. Die Darbietungen zündeten beim Publikum. Aufmerksame Stille und närrischer Jubel wechselten einander ab.

Als kleine Gaukler mit Jonglage und Einrad eröffneten die Wasserflöhe den Nachmittag. Die Jüngsten unter Leitung von Anja Roth, Sabine Quell und Saskia Witt zeigten pure Freude am Tanz. Anna Eser und Max Quell führten sehr routiniert durch das Programm. Emil Rauch und Max Werner unterstützten sie. Nina Kern überreichte den Akteuren die Orden.

Zwei kleine Tanzäffchen erfreuten die Zuschauer mit einer Mischung von Tanz und Akrobatik. In den Kostümen steckte das Jugendtanzpaar des FTF, Maike Spitzer und Tim Deckert, trainiert von Anja Roth und Max Quell. Die bucklige Verwandtschaft parodierte Max Eser aus jugendlicher Perspektive. In seinem Vortrag reichten schon Gesten, um Lachsalven auszulösen. Die Geschichten vom jugendlichen Gefangensein in großelterlichen Eigenheiten trafen nicht nur bei jungen Zuhörern auf ein zustimmendes Echo.

Besuch aus der Geisterbahn: Die „Blackbeard-Crew“ in eindrucksvollen Kostümen.

Die „Söhne Rodgaus“ mit Max Engelmohr, Luke Engelmohr, Marius Schlaich und Till Eser eroberten die Herzen mit markigen Sprüchen von männlicher Stärke und gekonntem Gesang. Bei ihrem Job in der Geisterbahn schlug die Lust am Erschrecken schnell in eigenen Grusel um. Aber die Bedrohung stellte sich als Folge mütterlicher Fürsorge heraus. Als große Nachwuchsbegabung erwies sich Svenja Spitzer. Sie begeisterte das närrische Volk mit einem gekonnten Solotanz, dem es an nichts fehlte. Mit ihr freuten sich die Trainerinnen Nina Seum und Vanessa Witt.

Gespannte Aufmerksamkeit

Als Premiere der besonderen Art würdigt der Verein den Besuch des Rodgauer Jugendprinzenpaars Isabel I. und Phillipp III. Gespannte Aufmerksamkeit herrschte, als TGS-Jugendpräsident Johannes Schüler zu sprechen begann. Am Ende seiner Rede gab es tosenden Beifall, nachdem er die Gemeinsamkeit der Rodgauer Narren betonte. Auch die jungen närrischen Hoheiten betonten, dass das Jugendprinzenpaar für alle da sei. Prinzessin Isabel I. betreibt im bürgerlichen Leben ohnehin Sport bei zwei Vereinen - FTF und TGS.

Auch bei der mitreißenden Guggemusik Druffkapell stand der Nachwuchs im Vordergrund. Max Eser und Moritz Schlaich gaben den Takt an, unterstützt von Silke Seum und Michael Weimer.

Eine weitere Krone der FTF-Nachwuchsarbeit beeindruckte mit Choreografie und tänzerischer Leistung: Die kleine Piratengarde besteht aus Kindern unterschiedlicher Größen, gut aufeinander abgestimmt von den Trainerinnen Steffi Helmer, Nina Seum und Klaudija Prebezac, die auch für die Maske verantwortlich ist.

Charmante Tänzer

Die Giesemer City-Girls sind nun junge Damen geworden. Nina Rudolph, Kristin Friedrich und Jule van der Meer sahen dem Abschlussball entgegen. Mit allen Freuden und Bedenken gegenüber dem anderen Geschlecht trafen sie den Nerv der jungen Generation.

Dunkelheit auf der Bühne, die Musik ein Thriller und tanzende Gebeine auf der Bühne: Die Blackbeards-Crew verbreitete einen Hauch von Gänsehaut und ein angenehmes Gruseln wie in der Geisterbahn. Silke Deckert und Anna Eser hatten diese Gruppe vorbereitet.

Mitten in der von Testosteron umbrausten Jugendszene kämpfte die Gruppe „Sixpack“ um einen Kurs auf klare Männlichkeit. Mit eigenem Text glitten Pelle Rauch, Max Eser, Lars Mathes, Moritz Schlaich und Leon Brehler von der Angst vor dem Verliebtsein in die Rolle charmanter junger Tänzer hinein. Auch hier zeigte eine Rakete, das ihnen viele Herzen aus dem Saal zuflogen.

Während der Sitzung wurde die Jugend des FTF vom Rodgauer Kurorchester unter Leitung von Herbert Massoth begleitet. Dank ging an die Technik mit Saskia Witt, Jan Schöneweg, Leon Brehler, Timo Knapp, Tim Koser und Jochen Brune. Ein besonderer Dank galt den stillen Helfern im Hintergrund und der Leitung der FTF-Jugendfastnacht, Sabine Quell und Anja Roth. J eh

Quelle: op-online.de

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