Bei den Knallkepp geht es rund

RCC-Partysitzung setzt neue Akzente

+
„Back to the 80’s“: Die „Twisters“ tanzen zu Discoklassikern.

Dudenhofen - Mit zwei großen Partysitzungen setzte der Rodgauer Carneval-Club (RCC) am Wochenende in der TSV-Halle frische Akzente und neue Maßstäbe.

Nachdem der RCC die klassischen Sitzungen im vergangenen Jahr durch ein kleines Programm mit Tanz und Feierei ersetzte, präsentierten „Die „Knallkepp“ dieses Mal eine gelungene Mischung beider Veranstaltungsformen und besannen sich dabei mit viel Tanz und Musik auf ihre Stärken. „Uns hätte hier wirklich was gefehlt“, waren sich zwei Besucher einig und froh, dass es beim RCC wieder rund geht. Anmoderiert von Sitzungspräsident Manfred Gonschorek und Miriam Seib legte die grün-weiße „RCC-Garde“ gleich flott los.

„Sag mal, weinst du?“, stimmte die Gruppe „Rappel die Bix“ bei ihrem etwas anderen Jahresprotokoll zum Ende der FDP-Amtszeit an. Als Dudenhöfer Zweigstelle der NSA kannte sie die Neuigkeiten stets vor allen anderen. Mit scharfer Zunge und Humor nahm die Gruppe unter Leitung von Sandra Schulz den Fall Hoeneß genauso ins Visier wie das peinliche Fernsehduell von Bum-Bum Becker und Oliver Pocher und die „geldgeilen Panscher“ der Pferdelasagne.

Miss Piggy haut den Klitsch-K.O. - bei der „Muppet Show“ geht es drunter und drüber, doch zum Schluss gibt es ein Happy-End.

Besonders gelungen war der erste Auftritt des Jüngsten auf der Bühne: Sven Siegler erklärte eindrucksvoll, warum er „24/7 online“ sei und auf sein Handy überhaupt nicht verzichten könne. Es folgte ein von quietschbuntem Chaos umgebenes Traumpaar der lange vergangenen TV-Geschichte. Mit der „Muppet Show“ erweckte die Gruppe „Raddatoui“ den Frosch Kermit (Stefan Geis) und die eigenwillige Miss Piggy (Linda Geis) erneut zum Leben. Gleich den ersten Stargast haute die Schweinedame Klitsch-K.O., damit ihr niemand die Show stiehlt.

Erst nach der Zugabe der Zugabe wurde die Guggemusik des Freundeskreises von der Bühne gelassen, die Besucher kamen zunehmend in Partystimmung. Wenn die Mutter sich wegen der Akustik stundenlang im Klo einschließt und der Vater im Liza-Minnelli-Outfit durch die Bude rennt, dann ist wieder Faschingszeit. Marleen Geis strickte ihren ersten Büttenvortrag um die Eigenheiten daheim und die ansteckende närrische Begeisterung.

Hart und überhaupt nicht herzlich ging es bei den „Aalen“ zu. Nach vielen Ehejahren war die Luft einfach raus. Hoch emotional berichtete Gerd Haller über die schönste Szene seines rückwärts betrachteten Hochzeitsfilms: Er nimmt ihr den Ring ab, verlässt die Kirche und geht mit seinen Kumpels einen trinken.

„Schöne Kostüme, tolle Choreographie und hübsche Mädels“: Beim Auftritt der „Twisters“ war auch der Sitzungspräsident aus dem Häuschen. Bei Songs von „Abba“ und anderen Discoklassikern strahlten die Mädels mit ihren funkelnden Kostümen um die Wette. Mit der „RCC-Shitparade“ brachten die „Rodgau-Finken“ im Publikum den Damm der guten Laune endgültig zum Brechen. Zum Auftritt von Andrea Berg, Mickie Krause und Helene Fischer stürmten viele Tanzwillige nach vorne. Sie wollten kaum wieder runter von der Tanzfläche, hätten dann aber zwei weitere Höhepunkte verpasst. Ganz in Weiß präsentierten sich die „CC-Dancers“ bei ihrer Schwarzlicht-Show mit Schwung und Akrobatik stilsicher in verschiedenen Musikrichtungen. Männlich, stark und einfach umwerfend war dann die große Fahrt der Matrosen des „Metaxa-Balletts“. Elf echte Kerle brachten das Publikum zum Schreien und Staunen. Beim finalen „Knallkepp-Lied“ und zur Musik der „Holidays“ zogen Aktive und Zuschauer in einer Polonäse durch den Saal und eröffneten die anschließende Party. 

pep

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare