Fastnachtszug in Jügesheim

Die Sonne lacht zur Fassenacht

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Weiß-Blau: Die Schlümpfe aus der Burg Schlotterstein.

Jügesheim - Spitze-Wetter zum Fastnachtszug im Herzen der Stadt: Die Sonne lachte gestern mit den Narren um die Wette. Tausende waren auf den Beinen: Sie riefen Hellau, ließen sich von den Musikgruppen mitreißen und sammelten Bonbons auf.

Fußgruppen und Motivwagen, 62 insgesamt, boten den Zuschauern am Straßenrand mehr als eine Stunde Abwechslung. Vor der Fastenzeit konnte das Publikum noch mal so richtig schlemmen - und das nicht nur mit den Süßigkeiten, die aus vollen Händen ausgeworfen wurden. Auch fürs Auge gab es viel Schmackhaftes: lebendige Zuckertüten, riesige Lollis und Bio-Gemüse mit zwei Beinen. Zum Anbeißen süß: Die quadratmetergroßen Lebkuchenherzen der Giesemer Trottwa-Lersche und der TGS-Gruppe Konni Walter.

„Spatzl“, „Mausi“ oder „Zicke“ steht auf den Lebkuchenherzen der TGS-Gruppe Konni Walter, hier vor dem Orchester Zweiklang.

Bunte Fußgruppen sind die Stärke des Rodgauer Fastnachtszugs - man kann gar nicht alle aufzählen. Tierisch gut: Schmetterlinge, Schnecken, Bären, Frösche und Bienen. Bewundernde Blicke ernteten auch die Besucher aus dem Weltall (Kreppelkaffee), Pippi Langstrumpf (SKV), Clowns und Gaukler (FTF), der Hofstaat von Marie Antoinette (TGS) und viele mehr. Zwei Motivwagen griffen politische Themen auf. Kurt Henkel erinnerte mit seinem „Steuermobil“ an den Dreh an der Grundsteuerschraube. Der RCC „Knallkepp“ ließ Politiker-Gesichter im goldenen Vogelkäfig der NSA-Horcher tanzen.

Pfiffige Ideen der Wagenbauer

Auf und Ab im Riesenrad: Fahrbare Jahrmarkts-Attraktion des Freundeskreises für Turnen und Fastnacht.

Die Wagenbauer der Vereine hatten pfiffige Ideen TÜV-getreu umgesetzt. Bei der TG Hainhausen fuhr ein halber Zirkus auf dem Wagen mit. Die Jahrmarkts-Attraktion des Freundeskreises war ein rollendes Riesenrad - ein Pirat trieb es mit Muskelkraft an. Ein Hingucker war auch der neue Gugi-Wagen der TGS Jügesheim mit einer Riesenfigur, die den Äppler aus dem Bembel trinkt. Wer länger hinsah, konnte den Krug auf und ab schwenken sehen. Alle Wagen hatten übrigens am Vormittag die Sichtprüfung des TÜV bestanden - unter den wachsamen Augen der Ortspolizeibehörde.

In ihrer Vielfalt wirkten die zehn Zugnummern des FTF wie ein „Zug im Zug“, der das Motto Jahrmarkt darstellte. Bunte Abwechslung boten auch die TGM SV (sechs Zugnummern) und die TGS (16). Neu im Programm war eine Gruppe namens „Mir laafe lieber mit“ mit dem Märchen vom Froschkönig. Ganz so neu sind die Akteure aber nicht: Die 35 Personen waren bisher mit „Wolf und seinen Freunden“ unterwegs. Als diese Gruppe nach elf tollen Jahren aufhörte, sagte ein Teil: „Mir laafe lieber mit.“ Gesagt, getan!

Einen Blick in die Zukunft erlaubte die TGS: Dort fuhren zwei Babys als „Jugendprinzenpaar 2028/29“ mit. Marlene und Jasiel - diese Namen sollte man sich merken.

Quelle: op-online.de

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