Bürgerhaus Dudenhofen zu teuer

Knallkepp sagen Fastnacht ab

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„Die Knallkepp“ müssen aus finanziellen Gründen ihre Sitzungen absagen - hier ein Bild aus besseren Zeiten.

Rodgau - Der Rodgauer Carneval-Club „ Die Knallkepp “ hat seine Fastnachtssitzungen am 1. und 2. Februar abgesagt. Der Vorstand begründet dies in einer Pressemitteilung mit den Nutzungsgebühren für das Bürgerhaus Dudenhofen, die seit Jahresanfang gelten.

Nach dem Stadtverordnetenbeschluss vom 10. Dezember hatten die Verantwortlichen des Vereins hin- und hergerechnet. Dabei kamen sie auf Bürgerhauskosten von mehr als 4000 Euro, mit Mehrwertsteuer fast 5000 Euro. „Erst Anfang dieser Woche haben wir erfahren, dass es nicht ganz so teuer geworden wäre“, sagt RCC-Vorsitzender Manfred Gonschorek. Dennoch sei das finanzielle Risiko viel zu hoch. Die Absage erfolge schweren Herzens, werde aber von allen Mitwirkenden getragen.

Das größte Problem sieht Gonschorek darin, dass die Stadt nicht nur für die beiden Veranstaltungstage 50 Prozent der so genannten Vollkosten verlangt, sondern auch für die Tage davor. Ein Einsparpotenzial liege darin, die Vorbereitungszeit um einige Tage zu kürzen. Dies sei jedoch in diesem Jahr nicht möglich gewesen. Vor allem die Tanzgruppen müssten auch einmal auf der Bühne proben, um ihre Auftritte in gewohnter Qualität zu präsentieren.

Vorverkauf: Knallkepp-Fans bekommen Geld zurück

Einen Aufschlag auf den Eintrittspreis wollten die „Knallkepp“ ihrem Publikum nicht zumuten. „Wir müssen uns an dem orientieren, was in Rodgau verlangt wird“, sagt Gonschorek. Ein Kartenpreis von 15 Euro sei das Ende der Fahnenstange. Auch an andere Geldquellen sei nicht zu denken: „Hinter uns steht kein Großverein, wir sind nur ein kleiner Verein mit 156 Mitgliedern.“

„Der Vorstand und alle Mitwirkenden sind über diese Situation sehr traurig“, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. Sowohl die Gruppen als auch die Solo-Akteure hätten ein langes Training hinter sich: „ Die Programmpunkte stehen, es fehlt lediglich noch der so genannte Feinschliff. Das alles in diesem Jahr nicht auf der Narrenbühne präsentieren zu können tut schon sehr weh.“

Besonders hart trifft es die Tanzgruppen. Gonschorek: „Die Mädels trainieren ja seit Monaten und erfahren vier Wochen vorher, dass die Sitzungen ausfallen.“ Auftritte bei anderen Vereinen seien weiterhin möglich; jede Gruppe könne selbst entscheiden, ob sie ein solches Engagement annehme.

Alle Knallkepp-Fans, die bereits eine Eintrittskarte erworben haben, bekommen an den Vorverkaufsstellen ihr Geld zurück. Das druckfrische „Knall-Blättche“, das Heft zur Kampagne, wird in geeigneter Form unter die Leute gebracht. Beim Jügesheimer Fastnachtszug läuft der RCC auch diesmal mit. Nächstes Jahr wollen die „Knallkepp“ wieder auf der Bühne stehen, am liebsten im Bürgerhaus Dudenhofen. Über das Wie denken sie bereits nach. Manfred Gonschorek: „Für uns beginnt die neue Saison an Aschermittwoch.“

eh

Quelle: op-online.de

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