Alte Rocker und grünes Männlein

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Alle Jahre der Höhepunkt: die „Hexen von Wutzstock“, denen dieses Jahr ein kleines grünes Männchen zugelaufen war.

Dudenhofen (chz) ‐ Mit einem einzelnen Beitrag aus der Bütt oder auf der Bühne allein machen’s die „Knallkepp“ nicht. Die Akteure des Rodgauer Karnevalvereins erzählen ihren Zuhörern ganze Geschichten.

Zudem bestachen sie auch in diesem Jahr im Bürgerhaus wieder mit einer schier unermesslichen Vielzahl an liebevollen Details, von köstlichen Dekorationsstücken wie etwa dem waschechten Klohäuschen sowie aufwändigen und ausgefallenen Kostümen bis zu ungewöhnlich detaillierten Masken und Bemalungen. Erinnert sei nur an die geradewegs zum Fürchten echten Hexen und ihre kleinen grünen Männchen.

Die „Wutzegunzer“ wurden mit ihrem hinreißend außerirdischen Besuch rasch zu den Lieblingen des Abends. Doch auch die „Aaale“, Linda Geis und Gerd Haller, die es diesmal mit dem Motorrad bis nach Amerika trieb, wobei sie sich nur leider auf dem Weiskircher Rastplatz schon mal gehörig zofften, rührten zu (Lach-)Tränen.

Gewohnt facettenreich waren die garantiert geschehenen Geschichten, die aber nicht in der Zeitung standen, dargeboten von den stets stilvollen Bänkelsängern und liebevoll illustriert von Peter Perl. Den Saal fest in der Hand hatte wieder das Ehepaar Gonschorek: Vorsitzender Manfred Gonschorek moderierte mit Miriam Seib das Programm, während Ehefrau Rita sich als Protokollerin für Informationen vom Bundestag bis zum immer noch unbeleuchteten zum Rodgauer Bahnpädche sorgte: „Ei, was reg ich mich dann uff? Gießkann raus un Wasser druff!“

Ein optische Leckerbissen war „Rappel die Bix“ mit Hubi, dem Auswanderer: Der ferne Osten, inklusive Bollerwagen-Rikscha und Zauberkeksen, erstand lebensnah auf der Bühne. Musikalisch setzten die „Rodgau-Finken“ mit der kunterbunten Après-Ski-Party einen Höhepunkt, während die Twisters tanzend durch Amerika, Russland, Spanien und auch Bayern reisten, und die CC-Dancers gleich ganz aus der Karibik kamen mit Sonne, Sonne und Surf-Einlagen. Höhepunkt zum Schluss: der Jungesellinnen-Abschied, den das „Metaxa-Ballett“ – teils gemeinsam mit den passenden Puppen – auf die Bühne legten – bärtige Grazie gepaart mit tänzerischer Anmut. Wen das nicht rührte, dem ist nicht mehr zu helfen.

Zahlreiche Gäste wie Sophia Seib, Robert Steil oder die Maa-Stromer kamen wieder aus umliegenden Fastnachtshochburgen – gutes Zeichen dafür, dass die Knallkepp einen Besuch wert sind.

Quelle: op-online.de

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