Jugendsitzung des JSK

Wenn Eltern schwierig werden

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Gardetanz kann der Nachwuchs auch: Doch auch das Publikum bekam Gelegenheit, ein Tänzchen zu wagen.

Jügesheim - Die Pubertät oder der richtige Belag fürs Pausenbrot sind zeitlose Themen und werden auch in Zukunft nicht an Aktualität verlieren werden: Dies stellte die Jugendfastnachtsitzung des JSK Rodgau in der Narrenhalle an der Weiskircher Straße am Samstagmittag unter Beweis. Von Sven Johann Stripling

Zwei Stunden närrisches Entertainment verhandelten unter dem Kampagnemotto „Zukunft“ das Teenagerdasein auf dem Schulhof und Zuhause. Im vergangenen Jahr war die Sitzungspräsidentin Sophia Werner krankheitsbedingt ausgefallen. Diesmal konnte sie zwar zunächst wieder in ihrem Amt glänzen und das Jugendprinzenpaar auf die Bühne geleiten. Doch dann stand bereits ihre Verabschiedung aus der Jugendfastnacht auf dem Plan. Siggi Balz, der Sitzungspräsident der Erwachsenen, erklärte ihr Ausscheiden aus Altersgründen und begleitete sie gerade wieder von der Bühne hinunter, so wie sie das Prinzenpaar zuvor hinauf. Im folgenden Programm übernahmen also die restlichen Elfer die Moderation. Jaqueline Kern und Julius Ziegler machten den Anfang und stellten die Miniloose mit ihrer Marschformation vor. Die Tanzgruppe hatte im vergangenen Jahr noch mit elf Tänzerinnen auf der Bühne gestanden. Mittlerweile waren es ganze 20.

Und auch in der Polka- und ihrer Modernformation gaben die „Miniloose“ noch einmal ihr Bestes, bei letzterem sogar eindrucksvoll mithilfe von Trampolins. Ähnlich akrobatisch zeigten sich die Turner rund um Nicole Niehuesbernd und Catherine Langer, die abermals eine wunderbare Flic-Flac-Nummer einstudiert hatten. Lara Lehmberg durfte etwas später schon eine ihrer Tanzkolleginnen, Mia Reschin, ansagen. Die Gardesolistin hatte im vergangenen Jahr erst ihre Premiere gegeben und gleich ihre erste Saison mit den Titeln „Hessenmeister“ und „Deutscher Meister“ in er zweiten Bundesliga gekrönt. Dementsprechend groß war ihre Fangemeinde bereits, die ihr laut zujubelte.

Alles zur Fastnacht in der Region

Ganz ähnlich ging es Lara Marie Moritz. Auch sie hatte 2016 erst angefangen, in der JSK zu tanzen, wobei sie jedes ihrer Turniere gewonnen hatte und auch sie durfte sich ihrer großen Popularität erfreuen, die sich in Form von Applausstürmen zeigte.

Natürlich waren diese Ovationen nicht nur den tänzerischen Darbietungen gewiss. Als Mareike Gustke und Anna-Lena Mück, die an diesem Nachmittag ihr Debüt in der Bütt gab, sich dem Thema Pubertät widmeten und diese als den Lebensabschnitt bezeichneten, in dem die Eltern schwierig werden, tobte der Saal vor Lachen. Bei ihrem zweiten Auftritt, den sie gemeinsam mit Laurens Tauber und Vincent Gajewski lieferten, wiederum kam der Saal aus dem Klatschen nicht mehr heraus.

Jugendfastnachtssitzung der JSK Rodgau: Bilder

Es wurde nämlich hektisch auf der Bühne, denn die vier hatten sich eine grandiose „Umzieh-Choregraphie“ überlegt. Hinter einer Wand, die auf die Bühne geschoben worden war, zogen sich manche von den vieren gerade um, während andere gerade als Astronauten, Fußballer, Rocker, Rapper, Heidi oder Piraten die Bühne unsicher machten und das zur dazugehörigen Musik. Laurens Tauber und Vincent Gajewski gaben sich separat davon als Team in der Bütt aber auch noch einmal die Ehre, wobei sie alles Relevante zum Thema „Schule“, allem voran den Belag des Pausenbrotes, verhandelten. Ersterer glänzte sogar noch einmal mit einem Solovortrag in der Bütt, bei dem er von seinen ersten handwerklichen Erfahrungen berichtete.

Mia Reschin und Selina Kern gaben als Duo zum Abschluss noch ihr Debüt in der Bütt. Allerdings hatten die beiden gleich bei ihrer Premiere gleich etwas Neuartiges im Sinn. Die Grenzen zwischen Bühnenakteuren und Zuschauern verschwamm während ihres Vortrags, als sie bei einem Tabuspiel die jungen Zuschauer aufforderten, den gesuchten Begriff auf einen Zettel zu schreiben und nach vorne zu bringen, um sich einen Schaumkuss zu verdienen. Die Sitzung endete mit einer großen Polonaise und der Hymne „Hey Giesem“, die von allen Aktiven auf der Bühne gesungen und von Andreas Held von den Trottwa-Lerchen und der Kapelle „Prösterchen“ musikalisch begleitet wurde.

Quelle: op-online.de

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