Beim Fastnachtszug nicht vor dem Plakettenkauf drücken

Mehr Rhythmusgruppen unbedingt erwünscht

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Bild vom Umzug durch Jügesheim im Jahr 2015.

Jügesheim - Auf gutes Wetter und ausreichend Käufer der zwei Euro teuren Plaketten zur Finanzierung des Giesemer Fastnachtszuges hofft Petra Seyffahrt von der Interessengemeinschaft Jügesheimer Ortsvereine (IGEMO).

Am Fastnachtsdienstag, 28. Februar, ziehen ab 14 Uhr 60 Zugnummern, darunter sieben Kapellen und elf Wagen ab Bahnhof einmal durch den Ort und wieder zurück. Die Teilnehmer stellen sich an der Weiskircher Straße auf und marschieren dort um 13.30 Uhr los. Vorgestellt werden sie am Bahnhof von Moderator Eddy Behrend. Erstmals dabei sind drei neue Fußgruppen: Darunter sind die TG 08 aus Ober-Roden sowie aus Rodgau „Die Zusammegewürfelte“ und „Die Straßenfeger“ mit Auto und Feuerspucker. Da sich eine Kapelle aus Altersgründen vom Umzug verabschiedet hat, ist Organisatorin Petra Seyffarth auf der Suche nach Ersatz (s 0172 6819636). Ihrer Meinung nach sind die Rhythmusgruppen ganz entscheidend verantwortlich für die Stimmung im närrischen Lindwurm – Musik vom Band komme da einfach nicht ran.

Zwar gelten wegen des ausgefallenen Umzugs 2016 die Plaketten vom Vorjahr, doch die Organisatoren hoffen, dass die aktuellen Buttons trotzdem genügend Abnehmer finden: Ideal wäre es, wenn Besucher beide Abzeichen tragen, meint Petra Seyffarth. Immerhin kostet das närrische Treiben etwa 10.000 Euro – 2000 Euro gibt die Stadt dazu. Die Veranstalter zahlen unter anderem Gebühren für Versicherung, Absperrung, Straßenreinigung und die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.

Da einige Besucher des Fastnachtsspaßes offensichtlich von sportlichem Ehrgeiz getrieben sind, die Straßensperren zu umgehen, um die zwei Euro für die Plakette nicht berappen zu müssen, wirbt Bürgermeister Jürgen Hoffmann offensiv fürs Bezahlen: „Das gehört sich einfach so.“ Schließlich übernähmen die Organisatoren Verantwortung und bescherten der Bevölkerung auch viel Spaß. „Das ist etwas Wichtiges für unsere Stadt“, sagte der Verwaltungschef.

Bilder: Alle Fastnachtsumzüge 2017 im Überblick

Weil die Akzeptanz der Plastikplaketten bei der Bevölkerung eh zu wünschen übrig lasse, wie Petra Seyffarth meint, bastele man an neuen Ideen für die Buttons, um ihnen ein „wertigeres“ Aussehen verleihen zu können. Auf der Strecke gilt entlang des Zugweges ein beidseitiges Haltverbot – Schilder weisen darauf hin. Die Straßen sind in der Zeit zwischen 13.30 und 18 Uhr für den Verkehr gesperrt. Der Zug nimmt in der Weiskircher Straße, zwischen Ludwigstraße und Alter Weg Aufstellung. Über den Alten Weg, Eisenbahnstraße, Dudenhöfer Straße, Südring, Babenhäuser Straße, Ostring, Landwehrstraße, Ludwigstraße, Hochstädter Straße, Weiskircher Straße, Vordergasse und Konrad-Kappler-Straße geht es bis zum Bahnhof Jügesheim.

Dort löst sich der närrische Tross auf. Ordnungspolizeibeamte begleiten den Zug und sichern ihn zusätzlich ab. Ihre Anweisungen müssen von den Bürgern befolgt werden. (siw)

Quelle: op-online.de

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