Märchenhafte Fastnachtsshow

Närrisches Programm der Sportfreunde-Jugend kann sich sehen lassen

+
Nach der Pause kamen waren die Kleinsten die Größten: Gekleidet in orientalische Kostüme, umringten tanzende Mädchen den prächtig heraus geputzten Aladin und dessen Wunderlampe. Sabine Quell, Anja Roth, Emilie Hahn und Saskia Witt hatten mit ihnen eine kindliche und doch anspruchsvolle Choreografie einstudiert. Mit einer Mischung aus Begeisterung und Ernst verzauberten die Wasserflöhe das Publikum mit dem Flair dieses Hauff-Märchens.

Hainhausen - In Eifer und Talent den großen Vorbildern ebenbürtig: So präsentierte sich der Nachwuchs der Sportfreunde Rodgau in der ersten von zwei Jugendsitzungen. Alle Piratensitzungen des Vereins mit eigenen Aktiven gestalten zu können, hat dabei seine Wurzeln.

Wie die Alten, so die Jungen: Gut drauf waren die Aktiven der Jugendsitzungen der Sportfreunde. Intensiv haben Kinder und Jugendliche geübt, angeleitet von engagierten Übungsleiterinnen. Das Ergebnis. ein bunter Strauß grandioser Ideen. Belohnt wurden alle mit viel Beifall, Raketen, Helau und Ahoi des begeisterten Publikums in der ausverkauften Halle der SG Hainhausen. Mehr als zufrieden waren die Verantwortlichen der Jugendsitzung Sabine Quell, Anja Roth und Kristin Friedrich. Um Märchen, Feen und Fantasie drehte sich alles bei den jungen Narren. Die Halle war dem Motto entsprechend in ein Märchenland verwandelt worden. Zur Eröffnung kamen im Traum eines Mädchens zwei Feen in die Welt der Menschen.

Mit Hilfe des Mädchens wollten sie den Auftrag des Königs erfüllen und die zauberhaften Streichhölzer in den Feenwald bringen. Doch vorher wollten sie sich dann doch noch die Fastnachtssitzung ansehen. Und das lohnte sich, denn schon der Start mit den City-Girls war bühnenreif. Kristin Friedrich, Rebekka Kratz, Luna Marie Paul und Louis Helmer sorgten für den gelungenen Auftakt. Maximilian Werner und Sarah Combrink traten als Hänsel und Gretel zunächst betrübt auf. Wie kann man einen Job bekommen ohne Nachnamen, ohne Eltern und Wohnsitz? Aber siehe da: sie bekamen einen Auftrag als Moderatoren. Mit Charme und Witz führten sie durch das Programm. Nina Kern unterstützte sie bei der Ordensvergabe.

Bekannt aus allen Jahren der FTF-Jugendfastnacht ist die Blackbeards Crew unter Leitung von Silke Deckert. Ebenso bekannt ist die fantastische Geschichte um Alice im Wunderland. Ihr Weg zur roten Königin, ein Ausschnitt des gleichnamigen Musicals, war Thema einer wunderbaren Blackbeards-Choreographie. Musikalisch einfach ansteckend und perfekt getanzt von dieser Gruppe.

Hoher Besuch wurde nun auf die Bühne gebeten. Das Rodgauer Jugendprinzenpaar, angeführt vom Jugendsitzungspräsidenten Yves-Joel Grimm, mit Prinz Benjamin III. und Prinzessin Leia I. wurde mit herzlichem Beifall vom Publikum aufgenommen. Die beiden grüßten die närrischen Untertanen und berichteten von den italienischen Wurzeln der Prinzessin und den bodenständigen Giesemer Wurzeln des Prinzen und dass ihre Regentschaft allen in ganz Rodgau Freude bringen solle.

Andere Länder, andere Märchen. Zwei Kobolde entführten danach mit ihrem Tanz in irische Traumwelten. Bei fetziger Musik brachten Maike Spitzer und Joshka Pommer einen traumhaften Paartanz in ihrem ersten gemeinsamen Jahr auf die Bühne. Anja Roth und Max Quell sind verantwortlich für die Choreographie. Das Publikum darf sich nächstes Wochenende bei der Wiederholungssitzung an dieser Stelle auf Celine Helmer freuen, die sich mit einem hinreißenden Gardetanz als Solistin präsentieren wird.

Leichten Umgang glaubte der großgewachsene Maximilian Werner mit dem Zwerg zu haben, der nun auf die Bühne stürmte. Doch hatte er nicht mit Rumpelstilzchen gerechnet, das ihm kurz angebunden zeigte, wo es lang geht und dass sich wahre Größe nicht in Zentimetern zeigt. Janina Kuner stand bei dieser Nummer zum ersten Mal auf der Bühne und riss das Publikum so sehr mit, dass ihr Vortrag mit einer Rakete belohnt wurde. Ein Highlight folgte dem nächsten. Die Jugendpiratengarde marschierte mit 16 Mädels auf die Bühne und entzündete ein wahres Feuerwerk mit schönen Formationen und toller Leistung. Reichlich Applaus und eine weitere Rakete dankte es ihnen und ihren Trainerinnen Steffi Helmer und Klaudija Prebezac.

Dann bemächtigten sich Bösewichte der Bühne, auch bekannt als Söhne Rodgaus. Joker, der Gegner Batmans, ein Panzerknacker, Wolf, Pinocchio, Kapitän Hook und ein düsterer Räuber drehten den Spieß der Märchenlogik um. Eine närrische Idee, dass zum Beispiel der Wolf seine heiße Liebe zu Rotkäppchen gesteht, die ihn doch mit dem Jäger betrogen hat. Mit ihrem gekonnten Gesang erreichten sie sicher auch die Herzen der weiblichen Zuschauer.

Jugendfastnacht der Sportfreunde Rodgau: Fotos

Vor allem zeigten Till Eser, Dennis Wehrle, Emil Rauch, Luke und Max Engelmohr und Marius Schlaich, dass sie sich zu einer hervorragenden A capella-Gruppe entwickelt haben. Auch dank der Unterstützung von Markus Schlaich und Frank Eser. Nach der Pause kamen die Jüngsten auf die Bühne. In orientalischen Kostümen umringten tanzende Mädchen den prächtig heraus geputzten Aladin mit der Wunderlampe. Sabine Quell, Anja Roth, Emilie Hahn und Saskia Witt hatten diese kindliche und doch anspruchsvolle Choreografie einstudiert. Mit einer Mischung aus Begeisterung und Ernst verzauberten die Wasserflöhe die Zuschauer mit dem Flair dieses Hauff-Märchens.

Solo für 3 nennen sich Marta Jakoby, Emilia Liebig und Hellena Meusel. Ihr Gardetanz ist auch ihr Programm in Tanzwettbewerben. Entsprechend gekonnt waren die Aufführung und verdient der jubelnde Beifall. Celine Helmer überzeugte mit ihrem Vortrag als Fee. Sie besuchte Orte, die Zauber versprachen, aber ganz anderes boten. Kein gutes Haar blieb an Prinzessin Lilifee. Im Märchen-Dschungelcamp wuchs alles Mögliche an Körpern – nur nicht der Verstand. Auch Giesem und Dudenhofen wurden von ihr besucht, doch ihre Erlösung kam erst mit dem Eintritt in das schöne Märchenhaus in der SGH-Halle.

Den Märchenreigen setzten kleine und große Vampire fort, die alles andere aus grauslich waren. Die Sloopies tanzten so ansprechend, dass alle die kleinen Gruselwesen lieb gewannen. Kristin Werner und Luci Deckert hatten mit ihnen einen Tanz eingeübt, der ihnen genauso viel Spaß machte wie dem Publikum. Aufwachen aus den Märchenträumen hieß es nun. Dafür sorgte die Guggemusik Druffkapell. Die Bläser und Trommler unter der Leitung von Silke Seum brachten nochmal ordentlich Stimmung in den Saal.

Für die zweite Sitzung am Samstag, 4. Februar, gibt es noch vereinzelt Karten. Die Freude an den Veranstaltungen weckt vielleicht auch das Interesse am Mitmachen. Alle interessierten Kinder sind den Sportfreunden jederzeit willkommen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare