Ufftakt präsentiert das Fastnachtsmotto

JSK Rodgau: Närrischer Trip in den Urwald

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Hauptsache bunt: Vize-Sitzungspräsident André Haus im Urwald-Hemd inmitten der Trottwa-Lersche.

Jügesheim -  Tarzan, Jane und ein Hauch von Dschungelcamp: Mit dieser Mischung hatten die Fassenachter des JSK Rodgau beim „Ufftakt“ die Lacher auf ihrer Seite. Von Ekkehard Wolf 

In einer gut einstündigen Mottoshow präsentierten sie das bisher geheime Fastnachtsmotto: „Affe, Tiger, Elefant - Fassenacht im Dschungelland“. Der Abend war auch die letzte Amtshandlung des Sitzungspräsidenten Siegmar Balz. Er wurde nach fünf Jahren feierlich verabschiedet und mit dem Goldenen Vlies ausgezeichnet. Um das Motto zu erraten, reichte ein Blick aufs Bühnenbild. Ein grüner Urwald mit Tiger und Schlange zeigte, wohin die Reise geht. Doch der Ufftakt ist mehr als ein Ratespiel. 15 Darsteller, das Orchester „Prost“ und die Gesangsgruppe Trottwa-Lersche boten dem gut gelaunten Publikum eine vergnügliche Stunde Klamauktheater. Angelika Hoffmeister, Sabine Sturzenegger und Steffen Kuhn hatten sich eine wunderbar verrückte Handlung ausgedacht. Ihre Texte waren gespickt mit Lokalkolorit und Anspielungen, die nicht nur Eingeweihte zum Schmunzeln bringen.

Eine skurrile Reisegesellschaft geht mit „Tornhall-Tours“ auf Abenteuerfahrt: eine gestrenge Lehrerin, ein hemmungsloser Einhornjäger, ein handysüchtiges Social-Media-Girl und ein Schwuler, der seinen Halbbruder sucht. Und natürlich will jeder im Bus vorne sitzen.

Tanzen als Leistungssport: Amelie Schnur ist amtierende deutsche Meisterin, Hessenmeisterin und Dritte der Europameisterschaften.

Die Affen rasen durch den Wald und suchen die Kokosnuss. Die Urlauber ahnen davon nichts. Sie begegnen dem Eingeborenenstamm der Giesemer („Giesem ohne ß“) und einem Maharadscha, der ihnen den Bus mopst. Nach und nach kommt das komplette Personal des Dschungelbuchs ins Spiel. Matthias Lehmberg gibt einen herrlich tolpatschigen Tarzan; Nicole Niehuesbernd verwandelt sich von der Lehrerin in Jane. Das Einhorn (Tanja Lehmberg) bezirzt seinen Jäger (Götz Schwarz), der schwule Kai (André Haus) findet seinen Halbbruder und am Ende sind alle glücklich. Sitzungspräsident Siegmar Balz: „Ihr habt mir einen großen Wunsch erfüllt – auf der Bühne wurde wieder geheiratet.“

Siegmar Balz wurde mit dem Goldenen Vlies ausgezeichnet.

Für Siegmar Balz war der Ufftakt die letzte Amtshandlung als Sitzungspräsident. Nach fünf Jahren zog er die Federn aus seiner Narrenkappe, um das Amt des Präsidenten nach der Vereinsfusion ganz seinem Kollegen Peter Otto zu überlassen: „Es kann nur einen geben.“ Balz dankte für fünf schöne Jahre und wurde stehend mit minutenlangem Applaus verabschiedet. „Macht mir’s nicht noch schwerer“, murmelte er, als der Beifall nicht enden wollte. Vizepräsident André Haus würdigte den scheidenden Präsidenten für seine positive, empathische Art und seine Leistungsbereitschaft. Die Fassenachter seien froh, dass er weiterhin aktiv sei: „Bleib’ wie du bist – einfach ein Supertyp.“ Für seine Verdienste erhielt Siegmar Balz die höchste närrische Auszeichnung, das Goldene Vlies.

„Ufftakt“ beim JSK Rodgau: Bilder

Einen Vorgeschmack auf die weitere Kampagne gab es nach der Mottoshow: hochklassige Tänze der Formation „Footloose“ und der Solistinnen Lara Lehmberg und Amelie Schnur sowie schmissige Musik und Stimmungslieder. Kostümtipps zum Dschungelmotto lieferte das Rodgau-Prinzenpaar. „Bunt soll es sein“, meinte Prinzessin Angie. Prinz Lars warnte davor, sich für ein Ganzkörperkostüm zu entscheiden: Da komme man nur ins Schwitzen. Felix Otto und Julien Grimm, die eine gute Stunde lang zwei Affen mimten, können das sicher bestätigen.

Quelle: op-online.de

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