Wahrsagerinnen, Hexen und Trollen

JSK-Jugendsitzung verzaubert das Publikum

+
Riesenbeifall für die Allerjüngsten: Peter Pan und Tinkerbell hatten zumindest einen interessierten Zuschauer gleich selbst mitgebracht.

Jügesheim – 21 Auftritte in knapp vier Stunden - dafür muss man zwar nicht zaubern können, trotzdem gab es bei der Jugendsitzung des JSK am Sonntag in Jügesheim viele Schnittstellen zwischen Regie und Magie.

„Zauberhafte Narretei“ ist bei den Giesemern in dieser Kampagne selbst gewählter Anspruch und geht dem Nachwuchs besonders zügig von der Hand.

Für jede Gruppe, alle Solisten und auch für den Adel einen närrischen Zauberspruch - vom ersten Einzugsmarsch der Georg-Büchner-Brassband bis zur finalen, effektgeladenen Magic-Show der Crazy Chicken hielten Jugendpräsident Yves-Joel Grimm und seine Elfer diese Linie durch. Prinz Robin I. und Prinzessin Amelie I. räumten die Elfer freilich noch ein wenig mehr Zeit ein: Wie es sich gehört, gab das Jugendprinzenpaar seine gereimte Regierungserklärung ab und nahm mit einem schmissigen Gardetanz, von Jutta Groha mit Amelie Quell, Paulina Schock und Leonie Ott einstudiert, die erste Huldigung entgegen.

Zaubern können müsste man als Schüler: Viel lieber online lernen würde Louis Hösbacher – vom Bücherschleppen der Buckel krumm? Da bleibt er lieber dumm und erfährt nie, was Presskopp oder Leberworscht auf Englisch heißt. Höheres Wissen dieses Kalibers beziehen die Minkas, von Heike di Gioia und Susan Grabinski als Wahrsager ausstaffiert, aus ihren Kristallkugeln. Einige Probleme mit ihren Requisiten hatten die Jung-Gugisheimer als Hexen beim Stöbern auf der Walpurgismesse: So lange die neueste Besen-App nicht störungsfrei läuft, ist Fliegen auf Sicht und nach Karte angesagt.

Ganz ohne technische Hilfsmittel gelang es Celine Zuch, mehr als 250 Zuschauer in der voll besetzten Aula der Georg-Büchner-Schule mit einem ebenso akrobatischen wie rasanten Solo-Tanz zu begeistern. Das Wunschdenken hatten Aileen Schmitt, Kaylah Kottmeier, Lea Javorik und Cora Differenz mit ihrem Hühnergegacker zur Kunstform erhoben und Miniloose unter der Regie von Theresa Huth, Svenja Schwarz und Miriam Richter ein flottes Tänzchen hingelegt, bevor Martina Berg mit einer besonderen Auszeichnung in die Pause ging: Für ihr Engagement an der Spitze des JSK-Jugendleiterteams erhielt sie die silberne Flamme.

Mit einer großzügigen Dosis Guggemusik hatten die Prösterchen das richtige Mittel zur Hand, ihr Publikum zum Einstieg in den zweiten Teil wieder in Fahrt zu bringen und auf zwei Fußballfans aus Holland und Italien einzustimmen. Vom Holzschuh bis zur Mafiabrille ließen Annalena Kroese und Leia Bucci als Plappermäuler kaum ein Klischee aus. Einen ganz besonderen Auftritt lieferten die Allerjüngsten aus der JSK-Familie: Als Peter Pan und Tinkerbell legten zwölf Konfettihopser durchaus unterschiedlichen sportlichen Ehrgeiz an den Tag und hatten zumindest einen interessierten Zuschauer gleich mitgebracht.

Bilder: Jugendsitzung in Jügesheim

Besteht ein substanzieller Unterschied zwischen Maggi und Magie – und kann die zersägte Jungfrau gleichzeitig in Jügesheim und Nieder-Roden wohnen? Frage wie diese beschäftigte Vincent Gajewski und Laurens Tauber im Zwiegespräch. Als tanzende Trolle (Leitung: Serafina Uslenghi, Johanna Kämmerer, Bianca Schmitt und Cora Differenz) stellten sich diesmal die Rodau Hippers vor. Genau hinschauen hieß es bei den Funky Wizards – wer ist wer und wer macht was? Anna-Lena Mück, Laurens Tauber, Vincent Gajewski und Teimen Guske führten Zaubertricks am laufenden Band und bei fliegendem Kostümwechsel vor. Eher ins Ohr ging auf der Zielgeraden die Show der Drum Boys, die ihren Namen vielleicht ergänzen sollten: Außer Percussion mit Müll-, Farb- und Putzeimern kann die Truppe auch Gesang. (zrk)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare