In der Aula der Georg-Büchner-Schule

Musik und Sketche bei Jugendsitzung des JSK Rodgau

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Der Nachwuchs hat es drauf: Beim Tanz macht die Jugendgarde der JSK eine gute Figur. Ovales Bild: Annalena Kroese, die sonst Jahr für Jahr zusammen mit Leia als „Plappermaul“ auf der Bühne stand, musste nun alleine ran.

Jügesheim - Wie man sich die Zukunft vorstellt, wie die Vergangenheit einen geprägt hat und wie man die Gegenwart nutzen sollte; all das verhandelten die Akteure bei der Jugendsitzung des JSK Rodgau in der Aula der Georg-Büchner-Schule (GBS). Von Sven Johann Stripling 

Vor einem vollen Saal präsentierten die zahlreichen, jungen Narren futuristische Tänze, viel Musik und Sketche vom Feinsten.  Nach dem Einmarsch des Jugendprinzenpaars begrüßte Sitzungspräsident Yves Joell Grimm die Narrenschar. Gleich zu Beginn verspürte er das Bedürfnis, davon zu berichten, wie schwierig es gewesen sei, die Identität der neuen Regenten der Rodgauer Jugendfastnacht vor ihrer offiziellen Benennung geheim zu halten. Von diesem Trubel hatte er seine Regenten freilich nichts merken lassen. Benjamin III. (Benjamin Berg) und Leia I. (Leia Bucci) konnten sich demnach völlig auf ihre Vorstellung konzentrieren. Benjamin Berg kehrte besonders heraus, dass er in seiner Familie bereits in dritter Generation als Fastnachtsprinz auftrete. Leia wiederum betonte ihre emotionale Bindung zur JSK im Allgemeinen. Völlig stressfrei sollte sich der Nachmittag für die Prinzessin allerdings auch nicht gestalten. Gerade als die Prinzessin sich nach ihrer Rede hingesetzt hatte, war nämlich schon wieder ihr Typ verlangt. Beim Vortrag von Annalena Kroese, die sonst Jahr für Jahr zusammen mit Leia als „Plappermaul“ auf der Bühne stand, hielt es die Prinzessin nicht mehr auf ihrem Thron.

Annalena sprach davon, dass sie sich ihre Zukunft wahrlich anders vorgestellt habe. Die Freundin, die ihr sonst in der Bütt Gesellschaft leiste, sei nun Prinzessin, habe sie allein gelassen und ihr auch noch ihren Sandkastenfreund, den Prinzen Benjamin, weggeschnappt. Als sie der Verzweiflung nahe mit einer Puppe zu sprechen begann, eilte die Regentin ihr zur Hilfe und verwandelte die Vorstellungen von der Zukunft mit den Worten „Möge der Spaß mit uns sein“ in etwas Positives. Dabei nahm sie freilich Bezug auf Prinzessin Leia aus Star Wars. Die Gugisheimer wagten weniger einen Blick voraus als zurück. „Die Jugend versteht kein Hessisch mehr!“ lautete ihre Kernthese und mit Humor wurde das dem im Dialekt bewanderten Publikum auch vorgeführt. Die drei Lästerschwestern, Anna Sahm, Fabienne Kottmeier und Isabell Scherer, blieben bei ihrer Themenwahl etwas näher an der Fastnacht selbst. „Was will ich in der Fastnacht werden?“, fragten sich die drei. Ob Prinzessin oder Präsidentin, ambitioniert waren alle drei, während sie frech darauf spekulierten, dass der Präsident der Erwachsenensitzungen der JSK, Peter Otto, es wohl nicht mehr lange machen werde. Im Gegensatz zu diesen großen Zukunftsträumen stand die Büttenrede von Laurenz Tauber, der sich schon mit den handwerklichen Lasten des Alltags überfordert sah und mit Witz seine ersten Erfahrungen im Renovieren schilderte. Mitten in der Pubertät drehte es sich bei den Spezies, Ronja Kawecki, Marie Scherer, Felix Löw und Benjamin Berg, ebenfalls um erste Erfahrungen. Allerdings war es die Frage, wie man unter 80 Millionen Deutschen, von denen 40 Millionen vom falschen Geschlecht, weiterhin 30 Millionen im falschen Alter und schließlich fast 9,9 Millionen der Restlichen keine Fastnachter seien, den richtigen Partner finden solle.

Bilder von der großen Fassenachtssitzung der JSK Jügesheim

Robin Löw und Amelie Groha hingegen behandelten zwar nicht das Thema Liebe, dafür aber das der Freundschaft und die Drum Boys unter der Leitung von Sandra Grimm das der Selbstfindung. „Verschieden sein ist okay“, lautete die Kernthese. Nebst dieser Vielfalt an Sketchen kamen freilich aber auch die tänzerischen und musikalischen Einlagen nicht zu kurz. Die Brassband der GBS sorgte als Hofkapelle für die Begleitung zwischen den Nummern und die Untermalung der Pointen und die Bläsergruppe „Prösterchen“ holte die Narrenschar mit lauter Stimmungsmusik aus der Pause. Die Minkas, gecoacht von Heike di Gioia und Susan Grabinski stellten das futuristische Thema „Astronauten und Weltraumfahrer“ tänzerisch vor. Bei den „Rodgau Hippers“, unter der Leitung von Serafina Uslenghi, Stephanie Weimer, Johanna Kämmerer und Martina Kottmeier trafen die Helden der Vergangenheit auf die Kinder der Zukunft und die „Crazy Chickens“, trainiert von Simona Jarrar und Nina Klein, widmeten sich mit tänzerisch anspruchsvoller Choreographie der Frage nach den Aufziehpuppen der Zukunft. Amina Dorschner wagte sich als einzige mit einem Solotanz auf die Bühne und wurde vom Sitzungspräsidenten auf Knien gebeten, das Amt der Vize-Präsidentin neu auszufüllen, was sie bejahte.

Quelle: op-online.de

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