Erst innere Freude, dann Gänsehaut

Orgelfastnacht wird musikalisches Glaubensbekenntnis

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Orgelfastnacht in Jügesheim wird musikalisches Glaubensbekenntnis

Jügesheim - Mehr geht immer: Bei der 2. Rodgauer Orgelfastnacht war die katholische Kirche in Jügesheim noch voller als voriges Jahr. 13 Musiker bescherten dem Publikum einen klangvollen Vormittag.

Zu Verdis „Aida-Marsch“ zogen die Regenten der Rodgauer Narren am Samstag exakt um 11.11 Uhr in die St. Nikolaus-Kirche ein. Die war zur 2. Rodgauer Orgelfastnacht voll wie bei der Christmette. Michael Schultheis, von Haus aus Organist der St. Matthias-Gemeinde Nieder-Roden, zog auf der Empore des Jügesheimer Gotteshauses alle Register und geleitete Prinz Lars und Prinzessin Angie sowie Jugendprinz Joris und Prinzessin Lena in die erste Bank.

Sie und ihr Gefolge kamen in vollem Ornat. Viele Kirchgänger würdigten die ungewöhnliche Mischung aus Glaubensbekenntnis und Karneval mit Schals in den Narrenfarben Rot, Gelb, Blau und Weiß.

Mehr innere Freude als ausgelassene Narretei: Nach dieser Maxime hatte Moderator Jürgen K. Groh, der Dirigent des Musikvereins Nieder-Roden, das Programm zusammengestellt, das im Gänsehaut verursachenden „Großer Gott, wir loben dich“ seinen Schluss und Höhepunkt hatte. Dazwischen lagen Gassenhauer wie der „Kleine grüne Kaktus“, fröhlich-besinnliche Klezmer-Klänge und der bombastische „Final Countdown“ kurz vorm Finale.

Bilder: Orgelfastnacht in Jügesheim

Zwei Gruppen, die aus dem Musikverein Nieder-Roden hervorgegangen sind, unterstützten Organist Michael Schultheis vom Altarraum aus. Das Holzbläserquintett „Windkraft 4+1“ mit Renate Ding (Flöte), Sigrid Stemmer (Oboe), Britta Sauer (Klarinette), Angela Groh (Fagott) und Miriam Brandstädter (Horn) spielte mit Percussionist Dr. Johannes Kunze die eher leisen Töne. Mächtig Dampf machten die Blechbläser von „wonder brass“: Helmut Wallner, Christian Weiland (Trompete), Veronika Löbig (Horn), Thomas Krause und Volker Lehmann (Posaune und Euphonium) sowie Stefan Rebmann (Tuba).

„Wer teilt, hat am Ende mehr.“ hatte Peter Otto, der Sitzungspräsident des JSK Rodgau, zum Auftakt der Orgelfastnacht appelliert und gebeten: „Im Klingelbeutel darf’s auch gerne rascheln!“ Sein Ruf fand Gehör. 1 860 Euro steckten die Besucher in die Spendenkörbchen. Das Geld kommt in gleichen Teilen den drei Veranstaltern JSK, Musikverein und St. Nikolaus-Gemeinde zugute. (lö)

Quelle: op-online.de

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