Sportfreunden Rodgau füllen die SGH-Halle

Ausgelassene Stimmung bei der Hausfrauensitzung

+
Kittelschürzen-Klamauk auf der Piratenbühne: Die Akteurinnen wurden von der guten Laune des Publikums getragen.

Hainhausen - Märchen, Feen, Fantasie: Bei den Sportfreunden Rodgau zeigten die Frauen, wie viel Spaß sie ohne Prinzen haben können. In der voll besetzten SGH-Halle wurden die Akteurinnen auf der Bühne von der sprühend guten Laune des Publikums getragen.

Jeder Pointe traf auf ein lachendes Echo. Das Rodgauer Kurorchester mit seinem Leiter Christian Massoth bescherte die zündende musikalische Begleitung. Zur Eröffnung gab’s ein Märchen mit dem König von Hainhausen, der schönen Müllerstochter, Wasserturm und Wasserburg und einem Happy-End. Die Gruppe „Prosecco“ unter Leitung von Gabi Ott-Beavers stimmte mit ihrem ersten Auftritt auf das Motto ein. Trommeln vor der Tür kündigten den Einzug der Guggemusik „Druff Kapell“ an. Das war nicht nur laut, sondern auch gekonnt. Blasmusik und Rhythmus rissen alle mit. Silke Seum und Michael Weimer geben bei der Guggemusik den Takt an.Martina Meusch musste zu ihrem Vortag erst mal Ruhe schaffen. Das fiel ihr mit Klangschale und Stehvermögen nicht schwer, denn sie bringt die Erfahrung aus der Kita mit. Sie spielte mit den Klischees über ihren Beruf als Erzieherin. Ihr Bericht von der Waldwoche nahm überbesorgte Mütter auf die Schippe. Köstlich auch die besten Sprüche der Kinder.

Die Lachsalven im Saal zeigten: Sie war mitten im Leben. Dann enterten junge Männer die Bühne. Die Söhne Rodgaus als böse Märchenbuben haderten mit den Brüdern Grimm: Nie bekommen die Bösen die hübschen Mädchen und dazu keinen Mindestlohn. Dafür flogen ihnen in Hainhausen Frauenherzen entgegen. Pinocchio brachte mit seinem Holz-Rap Bewegung in die Reihen. Die von Frank Eser und Markus Schlaich unterstützte Gruppe wurde mit donnerndem Beifall belohnt. Auch für Frauen ist die Prinzengarde herrlich anzuschauen. Der Einmarsch der jungen Tänzerinnen in ihren roten Kostümen wurde klatschend begleitet. Sie zeigten einen Gardetanz, der musikalisch und akrobatisch ebenso wie in der Choreografie überzeugte. Hier sind die Verantwortlichen Andorin Schäfer, Nina Seum und Vanessa Witt. Steffi Helmer drehte in ihrem Vortrag ein altbekanntes Klischee um: Männer brauchen ewig lang zum Anziehen, wenn es vornehm sein soll. Dazu das Jammern über eng genähte Hemden und einen Anzug, der garantiert vertauscht wurde, denn bei dem eigenen gingen die Knöpfe viel leichter zu. Der Ruf nach der Hilfe der Frau gipfelte in der Feststellung: „Bei meiner Mutter ist das besser gelaufen.“ Fazit: „Hätt’ ich des gewusst, wär’ ich ledig geblieben.“

Fotos

Die „Proseccos“ begeisterten mit einer spöttischen Parodie auf die Mainzer Fastnacht. Nach der Pause glänzte die Gesangsgruppe mit einer Parade bekannter Lieder. Da bebte die SGH-Halle, denn alle tanzten und sangen mit. Nun hieß es „Holla, die Waldfee“: Anja Roth wurde als gute Fee gefordert von Jutta Podroschko. Jetzt gehe es an das Wünsche erfüllen. Gesagt, getan, schließlich kann man jede Frau mit nur drei Worten glücklich machen: „Du hast Recht.“ Jubelnde Zustimmung folgte. Der Dialog zeigte: Auch im Feenland haben Frauen Probleme mit kleinen körperlichen Tücken. Dabei ist jedes Problem mit der Waage behoben, wenn Frau zur Wasserwaage greift und glatt auf dem Sofa liegt.

Die Fastnachtsfreunde Hainstadt gastierten mit ihrer Gruppe „Tanzrausch“. Die Bläsergruppe „Doppel(s)pass“ erfreute als Pizzabäcker mit ihren Melodien. Doris Oestreicher trat als „Margret Mager“ auf: wie alter Camembert, nahtlos weiß mit gutem Fettgehalt. Mit viel Humor lästerte sie auch über Ehemann Ernst – den Ernst des Leben, vor dem die Mutter immer warnte? Einen Augenschmaus bot die Tanzgruppe „Akzeptanz“ des TV Babenhausen mit einer rockigen Variante von Rotkäppchen und dem Wolf. Zum fulminanten Abschluss gruppierten sich die Wölfe zu einem Motorrad, mit dem Rotkäppchen der Highway offen stand.

Quelle: op-online.de

Mehr zum Thema

Kommentare