Fastnachtszug im Herzen der Stadt

Leckerbissen fürs Auge

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Im Spinnennetz gefangen und trotzdem guter Laune: Die Fußgruppe um Konni Schlett sorgte für einen Blickfang. Das kleine Bild zeigt zwei der vielen Pizzastücke von „Wolf und seinen Freunden“ - lecker!

Jügesheim - Es regnete Konfetti, Popcorn, Wärmflaschen und panierte Schnitzel: Die Zuschauer des Fastnachtszuges wurden nicht nur mit optischen Leckerbissen und Unmengen von Bonbons verwöhnt.

Von New York bis China reichten die internationalen Motive des Umzugs im Herzen der Stadt. Auch England und Italien waren mit sehenswerten Gruppen vertreten. Die Narrenwelt bricht sogar ins Weltall auf. Gleich zwei Gruppen hatten die Idee mit der glitzernden Rettungsfolie - die Kita Burg Schlotterstein und die Einradfahrer des TSV Dudenhofen.

Ein Leckerbissen fürs Auge waren „Wolf und seine Freunde“. Die mehrfach preisgekrönte Fußgruppe lief bei ihrem letzten Auftritt im Fastnachtszug noch einmal zu Hochform auf. Je nach Standort sah man wandelnde Pizzastücke, so weit der Blick reichte.

Ganz groß im Wagenbau waren diesmal die Narren aus dem kleinsten Stadtteil. Die Flugzeuge der „Air Hainhausen“ (TGH) wetteiferten mit dem chinesischen Drachen des SKV-Laternche, dem auch noch eine eindrucksvolle Fußgruppe folgte. Keine leichte Aufgabe für die Mitglieder der Fastnachtszug-Jury, zumal sie mehrheitlich aus Hainhausen kommen. Auch andere Vereine hatten viel Zeit und Liebe in den Wagenbau investiert. Der Freundeskreis für Turnen und Fastnacht hatte als Mottowagen einen Cadillac mit lebender Freiheitsstatue. Das TGS-Jugendprinzenpaar residierte standesgemäß in einem Märchenschloss.

Ein Hingucker war der Partybus der TG Nieder-Roden: Die Tennisabteilung kam mit einem blauen Linienbus, der zur rollenden Bar umgebaut wurde. Die Vereinsmitglieder schenkten fleißig Getränke an die Zuschauer aus. Im Western-Saloon des RCC „Die Knallkepp“ gab es hingegen keine harten Sachen, sondern süße Popcorn. Die Whiskyflaschen waren nur Kulisse.

Der politische Beitrag: ein „Rodgauer Energiemobil“

Der einzige politische Beitrag des Fastnachtszugs war ein „Rodgauer Energiemobil“ mit dem Motto: „Besser Solarstrom als Räder ohne Wind.“ Zu den besonders aufwändig und effektvoll kostümierten Fußgruppen zählten die Spinnenfrauen der TGS-Gruppe Konni Walter und die Frühlings-Schmetterlinge aus Dudenhofen. Und weil zu jedem Insekt ein Blümchen gehört, verteilten die Schmetterlinge um Sylvia Staudt 400 Primeln am Straßenrand. Im Wettstreit um das originellste Wurfmaterial hatte aber Sylvia Staudts Bruder Oliver Döbert die Nase vorn: Der Chef des Kegelcenters warf kleine Schnitzel ins Volk, alle einzeln in Folie verpackt. 

eh

Quelle: op-online.de

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