Sanierung: Der Großhandelsmarkt Fegro erfindet sich neu

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Die voll verglaste „Frische-Insel“ rückt Obst und Gemüse ins rechte Licht.

Rodgau (bp) - Die Fegro Weiskirchen putzt sich für ihre Kundschaft heraus. Sieben Millionen Euro kostet die Sanierung des im Oktober 1974 eröffneten Großhandelsmarkts. Der letzte Umbau liegt neun Jahre zurück.

Seit Anfang Mai stellen Handwerker den Standort direkt an der Autobahn A3 nun abermals gründlich auf den Kopf. Die Frischzellenkur belässt es nicht bei kosmetischen Korrekturen. Vielmehr wird nach dem Umbau nichts mehr so sein, wie es zuvor war. „Bis auf die Außenwände wird alles verändert“, beschreibt Geschäftsleiter Aydin Yilmaz den Umfang der Arbeiten. Und das bei laufendem Verkaufsbetrieb.

Viele Neuerungen können die Kunden schon sehen - und nutzen. Zum Beispiel die neuen Hand-Scanner, mit denen Käufer während des Einkaufs die Ware eigenhändig scannen. Oder die vier neuen SB-Kassen mit Bezahlautomaten, an denen die Artikel an Ort und Stelle elektronisch erfasst werden. Natürlich gibt es nach wie vor die klassische Kasse, an der Kassiererinnen abrechnen.

Der Haupteingang wird verlegt

Zurzeit wird wird bei laufendem Verkauf noch saniert.

Die Fegro erlebt zurzeit eine Runderneuerung. Ob Regalsysteme, Lichtkonzept, Shops, Anordnung des Sortiments, Getränkehalle, Energiesparmaßnahmen, Sozialräume, WCs, Büros, Textilabteilung, Schuhverkauf, Wein- und Spirituosenabteilung, Tiefkühlanlagen oder die dekorative Fernsehwand: alles wurde und wird umgekrempelt. Zum Beispiel der Fußboden. Ein neues Notstromaggregat wurde angeschafft, der Haupteingang verlegt, die Sprinkleranlage renoviert und die Info-Theke neu strukturiert. Und der Parkplatz bekam ein neues Dach. Nicht zu vergessen das mächtige Eingangsportal am Parkplatz.

Zu sehen sind diese Veränderungen etwa auf der „Frische-Insel“ mit Obst und Gemüse - frisch präsentiert in verschieden stark gekühlten Bereichen. Transparenz und Helligkeit sind Schlüsselworte dieser Sanierung. Fegro erfindet sich neu und bietet Kunden quasi das „gläserne Warenhaus“. So ist die taghell ausgeleuchtete „Frische-Insel“ natürlich voll verglast, und den Metzgern kann die Kundschaft durch die Glasscheiben des Verarbeitungsraums über die breiten Schultern blicken.

Kunden können einkaufen, ohne zu frieren

In dieses Konzept passt das begehbare Tiefkühlhaus in U-Form. Die Kunden können darin einkaufen, ohne zu frieren. Denn die Glas-Regale mit der Ware werden von hinten gekühlt, ohne dass Gäste mit der Kälte dauerhaft in Berührung kommen. „Durch dieses System haben wir keine Kühlverluste“, erläutert Diplomkaufmann Yilmaz. Einen weiteren Akzent soll der Backshop in der Mitte des Marktes setzen. Dort finden Besucher eine Ruhe-Insel vor.

12.500 Quadratmeter Verkaufsfläche werden neu geordnet. Das fordert nicht nur den rund 150 Mitarbeitern alles ab, sondern auch der Kundschaft. „Die Kunden haben uns die Treue gehalten“, dankt der Geschäftsleiter für das Vertrauen und das Verständnis. Geöffnet hat die Fegro zwar auch während des Umbaus. Offizielle Wiedereröffnung ist allerdings vom 17. bis 19. November mit vielen Aktionen.

Quelle: op-online.de

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