Feier im Schatten des Fußballs

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Grund zur Freude haben die Schulabgänger der Geschwister-Scholl-Schule mit den besten Abschlusszeugnissen.

Hainhausen/Dudenhofen (eh) - Das Fußball-Viertelfinale beeinflusste die Abschlussfeier der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) am Freitag im Bürgerhaus Dudenhofen. Zwischen dem Abendessen und der Fußballübertragung blieb nur wenig Raum für Programmbeiträge der Schüler.

Bereits in der Halbzeitpause leerte sich der Saal. Einige Eltern hatten vor der Veranstaltung kritisiert, dass kein Bier ausgeschenkt werden durfte.

Mit Fußball-Metaphern würzte Klassenlehrerin Birgit Döring ihre Ansprache zur Zeugnisausgabe an ihre Klasse 9aG. „Ihr wollt in drei Jahren Abitur machen und die deutsche Fußballnationalmannschaft will in drei Spielen Europameister werden. Die Trainerteams haben hier wie dort viel investiert, um die Mannschaften vorzubereiten.“ Die „Spieler“ hätten in der zweiten Halbzeit des Schuljahrs noch einmal alles gegeben, zumindest bis zur entscheidenden Sitzung der Trainer- und Funktionäre in der Abschlussnotenkonferenz: „Danach war die Luft bei einigen raus.“

Schulleiter Tino Desogus zog eine Parallele zwischen dem Schulabschluss und der Weisheit asiatischer Kampfkunstmeister: „Der schwarze Gürtel ist nicht das Ende, sondern der Anfang - der Anfang eines Weges zu einem neuen Ziel.“ Den Schulabgängern gab er mit auf den Weg: „Verliert nie den Mut und eure Neugier, bewahrt die Achtung vor den Mitmenschen und tragt in schwierigen Situationen ein Lächeln in eurem Herzen.“

Unterschiedliche Zukunftspläne

Genau 111 Absolventen hat die GSS verabschiedet. 60 G-8-Gymnasiasten können nach den Sommerferien die Oberstufe besuchen, 45 Jugendliche haben den Realschulabschluss in der Tasche und sechs den Hauptschulabschluss. Die Absolventen des Hauptschulzweiges wurden übrigens nicht auf der Bühne gefeiert - auf eigenen Wunsch, wie Verbindungslehrer Andreas Lotz sagt.

Welche unterschiedlichen Wege die Jugendlichen nach dem mittleren Bildungsabschluss einschlagen, zeigt die Klasse 10aR: Sechs von ihnen treten eine Berufsausbildung an, zwei machen ein Freiwilliges Soziales Jahr, die Mehrheit geht auf die Fachoberschule und einige aufs berufliche Gymnasium.

Die besten Notendurchschnitte ihrer Klassen erzielten Moritz Schlaich (1,15) sowie Annika Georg und Jasmin Luque (beide 1,58) im Gymnasialzweig, Maximilian Richter (1,8) sowie Melanie Stripling und Gerrit Haarmann (beide 1,9) im Realschulzweig und Tim Winter (2,4) im Hauptschulzweig. Zwei Dutzend Schüler wurden für ihr soziales Engagement im Buddy-Projekt und im Schulsanitätsdienst geehrt.

Quelle: op-online.de

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