Feilen bis zur Perfektion

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Bei Andreas Bindewald gibt es keine zwei Meinungen über Freizeitgestaltung. Modellflugzeuge bauen und in den Himmel steigen lassen, erfüllt den Jügesheimer mit größter Freude.

Jügesheim (pul) - Andreas Bindewald hat seine freie Zeit dem Modellflugsport verschrieben. Um die 200 Stunden setzt der leidenschaftliche Modellbauer für eine neue Maschine ein.

Dabei gilt die Liebe des Vorsitzenden der „Modellfluggruppe Jügesheim“ den weiß-strahlenden Segelflugzeugen.

„Schön und perfekt zu bauen“ ist beim Hobby das Ziel von Andreas Bindewald. Die Liebe zum Detail verfolgt er dabei perfektionistisch. Seine eigenhändig geschaffenen Modelle brauchen den Vergleich mit den Originalen nicht zu scheuen. Bis hin zu den Feinheiten der Armaturen gleicht alles bis aufs Haar dem „lebenden“ Objekt.

So verbringt der 46-jährige Versicherungskaufmann unzählige Stunden auf dem Vereinsgelände gegenüber der Reithalle im Osten Jügesheims, um eine seiner zehn Segelflieger am Himmel zu lenken.

Bevor es auf die grüne Wiese geht, steht aber die Arbeit in der Werkstatt an. Einen Rumpf und die Tragflächen als Rohteile erworben, beginnt dort die Arbeit und Bastelei. Bis die Ruder gefertigt und eingestellt sind, die Oberflächen gestaltet sowie die Elektrik und Mechanik eingebaut sind, vergehen schon 200 bis 300 Arbeitsstunden. Aber die Ästhetik, wenn der Segelflieger durch die Luft gleitet, entschädigt den Jügesheimer für alle harten Arbeitsstunden.

Wind und Thermik beherrschen

„Das Leben dreht sich fast immer um das Hobby“, beschreibt Bindewald seine Passion. So müssen beim Autokauf genauestens die Ausmaße der Flieger bedacht werden, damit diese am Wochenende passgenau beispielsweise in die Rhön transportieren werden können.

Dort ist dann die Schleppmaschine des Deutschen Vizemeisters im Segelkunstflug von 1999 ständig im Einsatz. Bringt doch die 18 Kilo-Maschine „PZL Wilga 80“ mit ihren 14 PS die Segler auf Höhe.

Oben angekommen, gilt es Wind und Thermik zu beherrschen, und die Maschine bis zu zwei Stunden in der Luft zu halten. „Das ist die Kunst“, beschreibt er die Herausforderung des Modellfluges. Bis es so weit ist, heißt es fleißig zu trainieren. Für Einsteiger steht die Tür bei der 50 Mitglieder zählenden „Modellfluggruppe Jügesheim“ offen. Kindern empfiehlt Bindewald mit Simulationsprogrammen am Computer zu üben. Dann klappt auch der Jungfernflug mit dem neuen Modell deutlich besser. Ein Einsteiger-Set mit Fernbedienung, Rudermaschine, Elektromotor und einer Spannweite von etwa zwei Metern ist um die 230 Euro zu erstehen. Danach kann der Flug-Spaß beginnen.

Quelle: op-online.de

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