Mit feinen Nasen im Trümmerberg

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Zielstrebig suchen die Rettungshunde im Trümmerberg nach Menschen. Die kantigen Steine sind ein außergewöhnlich anspruchsvolles Übungsterrain.

Dudenhofen - Lautes Hundegebell schallt über das Gelände der Rodgauer Baustoffwerke im Wald zwischen Dudenhofen und Babenhausen. Zwischen rutschigen und scharfkantigen Steinresten und Bruch arbeiten sich die Rettungshunde zu Verletzten und Verschütteten vor. Von Peter Petrat

Zum Glück ist das nur eine Übung – aber eine wichtige für den Ernstfall.

Wuff! Mit lautem Bellen zeigt der Rettungshund den menschlichen Rettern die Fundstelle an.

Viele Rettungshundestaffeln des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus ganz Hessen, darunter Kassel, Taunusstein und Limburg, nutzen die Gelegenheit auf dem Schuttberg auf dem Firmengelände mit ihren Hunden zu trainieren. Der hohe Berg aus gebrochenem Kalksandstein stellt eine seltene Gelegenheit dar, in einem sehr anspruchsvollen Trümmergebiet zu üben. Selbst im trockenen Zustand ist es sowohl für Helfer als auch für die Hunde eine große Herausforderung, sich zwischen den scharfen Kanten und rutschigen und wackeligen Steinen zu bewegen. „Wer hier besteht, der ist auch für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet und kann überall eingesetzt werden“, erklärt Manfred Koch, Leiter der Rettungshundestaffel des DRK Babenhausen. Als Mitarbeiter der Rodgauer Baustoffwerke hatte er den Kontakt zur Geschäftsleitung hergestellt.

Auch im Wald finden Übungen statt

Solche Übungsflächen sind nur schwer zu finden. Umso dankbarer sind die Gruppen des Roten Kreuzes, dass das Kalksandsteinwerk ihnen zum wiederholten Mal die Möglichkeit einräumt, dort zu üben. Der Abtransport des Schutts wurde sogar aus Rücksicht auf die Übung verschoben. „Ohne solche großzügigen Angebote können wir nicht ausreichend für den Ernstfall üben“, freuen sich besonders die Helfer, die von weiter her angereist sind.

Bereits vor vier Wochen hat zwischen den Steinen eine Trümmerhundeprüfung stattgefunden. Doch nicht nur auf der Steinlandschaft ist das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer wichtig. Auch im Wald um das Werksgelände herum finden Übungen statt. Innerhalb weniger Minuten sollen die Hunde in einem 30.000 Quadratmeter großen Gebiet zwei Verletzte aufspüren. Lautes Bellen zeigt, dass sie fündig geworden sind.

Quelle: op-online.de

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