Auf Felgen durch Rodgau geschlingert

Rodgau (vs) - In absolut desolatem und verkehrsunsicherem Zustand haben sich am frühen Freitagmorgen voriger Woche ein Hyundai und sein dazugehörender Fahrer befunden.

Als Streifenbeamte den 40-Jährigen gegen 2.30 Uhr tief schlafend in seinem an der Friedhofstraße abgestellten schwarzen Getz fanden, schlug ihnen aus dem Inneren des Wagens heftiger Alkoholgeruch entgegen. Der Wagen selbst befand sich in einem recht außergewöhnlichen Zustand; neben ziemlich demolierten Stoßstangen wies der Hyundai drei platte und teilweise zerfetzte Reifen auf - die vierte Felge war völlig blank und ohne jede Spur eines Reifens. Anwohner hatten schon eine Viertelstunde zuvor der Polizei über Notruf mitgeteilt, dass der Wagen im beschriebenen Zustand in Jügesheim auf der Dudenhöfer Straße herumfahren würde.

Eine Funkstreife machte sich sofort auf die Suche und fand tatsächlich verräterische Felgenspuren im Asphalt, die über die Nieuwpoorter und Nieder-Röder Straße in Dudenhofen bis hin zur Auffindestelle in Nieder-Roden führten. Auf seiner Fahrt hatte das betreffende Auto wohl mehrfach die gesamte Straßenbreite ausgenutzt, um sich vorwärts zu bewegen. Der im Wagen angetroffene Besitzer des Getz steht nun im dringenden Verdacht, diese heftige Fahrt im wahrsten Sinne des Wortes „vollbracht" zu haben; ein Test noch vor Ort ergab bei dem Offenbacher beinahe zwei Promille, was später eine Blutprobe zur Folge hatte.

Aufgrund der Unfallspuren an dem demolierten Auto geht die Polizei davon aus, dass der Wagen auf seiner Fahrt noch einige Rempler einstecken musste; zumindest die hintere Stoßstange wies ziemlich dicke rote Farbspuren auf. Die Beamten in Heusenstamm (Telefon 06104/69080) rekonstruierten noch die Fahrtstrecke und suchen dabei nach entsprechend passenden Unfallstellen. Parallel dazu fragen die Ordnungshüter nach weiteren Zeugen, denen das kleine schwarze Crash-Auto auf seinem Weg nach Nieder-Roden aufgefallen ist.

Quelle: op-online.de

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