Feuer bei Feuerwehrmann

Weiskirchen - (eh) Etwas schockiert war der Übungsleiter der Feuerwehr Weiskirchen schon, als es am Donnerstagabend stark aus seinem Schornstein qualmte: „Das kann ja gar nicht sein, die Heizung ist doch längst aus.“

Eigentlich hatte die Freiwillige Feuerwehr eine Übung geplant. Auf dem Privatgelände von Matthias Lorenz zwischen Pfarrgasse und Rodau wollten die Einsatzkräfte den Umgang mit Greifzug und Hebekissen üben, um schwere Lasten zu bewegen. Daraus wurde nichts. Als Lorenz mit drei weiteren Helfern gegen 20 Uhr die Übung vorbereiten wollte, sah er den Qualm. Er alarmierte die Kameraden, die sich schon am Feuerwehrhaus versammelt hatten. Die Leitstelle rief zudem die Drehleiter und den zuständigen Schornsteinfeger herbei.

Ein Trupp mit Atemschutz ging in den Keller, um herabfallende Glut aus dem Schornstein aufzufangen und ins Freie zu tragen. Weitere Helfer kontrollierten alle Etagen. Schornsteinfeger Helmut Reibling beseitigte die letzten Glutnester mit dem Kehrbesen. Eine Kamera-Untersuchung bestätigte am Freitag, dass der Schornstein unbeschädigt ist.

Helmut Reibling erklärt den Schornsteinbrand mit so genanntem Glanzruß durch die Holzheizung. „Wenn eine moderne Festbrennstoffanlage eine gewisse Temperatur erreicht hat, regelt sie sich automatisch herunter. Dabei sinkt die Abgastemperatur.“ Im oberen Teil des Schornsteins könne sich dadurch Kondensat ablagern. „Das bildet sich oft innerhalb weniger Wochen, der Kunde bekommt das gar nicht mit. Dann reicht ein Funke und der Glanzruß entzündet sich.“ Im schlimmsten Fall könne der Schornstein von oben bis unten aufreißen.

Quelle: op-online.de

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