Feuer: Elf Menschen obdachlos

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„Ihr geht oben rein und dann rechts“: Gerhard Weitz (rechts) erklärt drei Feuerwehrkameraden den Weg in eine der ausgebrannten Wohnungen.

Nieder-Roden - (eh) Ein verheerendes Feuer in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Max-Planck-Straße hat am Montag elf Menschen obdachlos gemacht. Alle blieben unverletzt. Der materielle Schaden geht in die Hunderttausende, die Polizei nannte am Nachmittag die geschätzte Summe von 750 000 Euro. +++ Fotostrecke +++

Das Haus werde ich wohl abreißen müssen“, befürchtet Eigentümer Helmut Sykora, der im Erdgeschoss eine Spenglerei betreibt. Wegen Rissen in den Wänden können die Bewohner in absehbarer Zeit nicht in das Haus zurückkehren. Sie sind vorübergehend bei Bekannten untergekommen. Vier der fünf Wohnungen waren vermietet, in die fünfte Wohnung wollten in vier Wochen neue Mieter einziehen.

Bilder der Löscharbeiten

Brand im Wohnhaus

Als die Feuerwehr kurz nach 11.15 Uhr eintraf, schlugen Flammen und schwarzer Qualm aus dem Obergeschoss. Die Bewohner hatten sich bereits ins Freie gerettet.

Nach etwa einer halben Stunde war der Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Mit der Wärmebildkamera wurden Glutnester gesucht. Den ganzen Nachmittag hatten die Einsatzkräfte zu tun, um den Brandschutt aus den zerstörten Wohnungen zu räumen. „Anders bekommen wir die Glutnester nicht aus, wenn wir nicht unangemessen viel Wasser spritzen wollen“, berichtete Stadtbrandinspektor Andreas Winter. Holzdecken waren herabgestürzt und Möbel zusammengefallen.

Am Nachmittag waren noch rund 30 Männer im Einsatz. In der heißen Phase der Löscharbeiten befanden sich 90 Feuerwehrleute vor Ort. Neben den Feuerwehren Rodgau und Rödermark waren vorsorglich auch Kollegen aus Dietzenbach und Seligenstadt alarmiert worden.

Die Brandermittler der Kriminalpolizei wollen heute beginnen, die Brandursache zu suchen. Der Brandherd befand sich nach Einschätzung der Polizei entweder auf dem Balkon oder im Wohnzimmer. Über eine Holzverkleidung habe sich das Feuer rasch ins zweite Obergeschoss ausgebreitet.

Quelle: op-online.de

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