Feuerwehr-Bau: Spannung wächst

Rodgau (eh) ‐ Die Baugenehmigung fürs Feuerwehrhaus Süd ist am Mittwoch in Rodgau eingetroffen. „Die Bauaufsicht war wirklich kooperativ“, betont Stadtrat Michael Schüßler. „Der Magistrat wird sich am Montag mit der Frage der Auftragsvergabe beschäftigen.“

Die Stadt steht unter Zeitdruck: Da der Bau aus dem Konjunkturpaket bezahlt werden soll, müssen die ersten Aufträge noch in diesem Jahr erteilt werden. Während der Baubeginn am Festplatz Nieder-Roden absehbar ist, wartet die Stadt noch auf das Ja der Kommunalaufsicht zum zweiten Feuerwehr-Neubau. Das Feuerwehrhaus Nord an der Rußfabrik soll nämlich als „verkürztes Invest-PPP“ von einem Geldgeber aus der Wirtschaft schlüsselfertig erstellt werden. Städte und Gemeinden mit Haushaltsdefizit müssen sich solche PPP-Geschäfte erst genehmigen lassen. Auch hier drängt eine Frist: Bis zum 20. Dezember muss der Magistrat den Auftrag an ein Unternehmen erteilen, sonst muss das Vergabeverfahren neu beginnen.

„Die Genehmigung ist unterwegs.“

Der erneute Stillstand bei dem seit Jahren diskutierten Neubau für Jügesheim und Hainhausen bereitet den Freiwilligen Feuerwehren Sorgen. „Der Kreis hat seit Wochen die Unterlagen zur Genehmigung und es passiert nichts“, sorgt sich Jügesheims Wehrführer Christian Bunge. Die Pressesprecherin des Kreises Offenbach, Kordula Egenolf, gab gestern Entwarnung: „Die Genehmigung ist unterwegs.

Der Rodgauer Hochbaudezernent Michael Schüßler übt sich in Geduld: „Ich bin guter Dinge, dass wir bis Ende des Jahres zu einem Abschluss kommen. Wir haben vielleicht noch ein paar Tage Luft, aber ich will es rechtzeitig eingetütet haben.“ Sowohl die Planer der Stadt als auch die Bauaufsicht in Dietzenbach hätten bei den beiden Großprojekten gute Arbeit geleistet, lobt Schüßler: „Da macht es einen schon nervös, wenn es an einer ganz anderen Stelle hakt.“ Offenbar seien Krankheitsfälle im Kreishaus für die Verzögerung verantwortlich.

Obwohl jetzt nur noch wenige Wochen Zeit sind, ist Schüßler zuversichtlich, dass im nächsten Jahr die Bagger rollen: „Bald ist Weihnachten, dann Neujahr und dann fangen wir an.“

Quelle: op-online.de

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