Feuerwehr baut billiger

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Sven Szamatulski (rechts) und Sebastian Murmann (links daneben) erläuterten gern das Modell, das sie im Maßstab 1:87 (wie auch für den Standort Süd) gebaut hatten.

Rodgau (bp) ‐ Traumhaft war das Wetter, und wie in einem Traum, „der endlich wahr wird“, fühlte sich Stadtbrandinspektor Andreas Winter. Zum Spatenstich für das Feuerwehrhaus Mitte, das die Brandschützer von Jügesheim und Hainhausen nutzen werden, strahlte der örtliche Feuerwehrchef am Samstag mit der Sonne um die Wette.

In seiner Rede spielte er zwar mahnend darauf an, wie quälend lange die Realisierung des Projekts gedauert habe. „Schmutzige Wäsche zu waschen, bringt aber nichts. Blicken wir nach vorn“, appellierte Winter letztlich.

Unter den Gästen beim Spatenstich war der Feuerwehrnachwuchs stark vertreten.

Tatsächlich hat es von der Idee bis zur Wirklichkeit fast zwölf Jahre gedauert. Daran erinnerten Stadtrat Michael Schüßler und Bürgermeister Alois Schwab. Schüßler freute sich nun aber darüber, dass die Baukosten 1,5 Millionen Euro niedriger ausfallen als geplant. Die Ursache dafür sind Synergieeffekte durch den zeitgleichen Bau des Feuerwehrhauses Süd am Festplatz zwischen Nieder-Roden und Dudenhofen (wir berichteten). In beiden Standorten wollte der Stadtrat ein Symbol für das künftige Miteinander der Stadtteile sehen. „Die Zukunft liegt in der Zusammenarbeit über die Stadtteile hinweg - und das ohne Aufgabe der eigenen Identität.“

Die „Effizienz der Hilfeleistung“ stehe im Vordergrund und nicht „das Stadtteildenken“. Der Bürgermeister nannte die neuen Feuerwehrhäuser „eine notwendige Investition in die Zukunft unserer Stadt“. Landrat Oliver Quilling lobte das Engagement der 1 600 freiwilligen Feuerwehrleute und 700 Rettungshelfer im Kreis und dankte ihnen und ihren Familien. Nur 90 Minuten nach seiner erneuten Wiederwahl als Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen war es dem Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann eine Freude, am Spatenstich teilnehmen zu können. Er schilderte den zeitlichen Ablauf des Vorhabens und merkte kritisch an: „Das hätte schon viel früher ein Vorzeigemodell sein können.“

Ein Modell des Neubaus konnten die Gäste tatsächlich betrachten. Sven Szamatulski und Sebastian Murmann von den Jugendfeuerwehren Urberach und Rodgau hatten es gebastelt. Einen ersten Einsatz gab es auf dem Gelände übrigens schon während der Feier. Ein Feuerwehrmann erlitt einen leichten Schwächeanfall. Helfer der Johanniter waren schnell zur Stelle.

Quelle: op-online.de

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