Feuerwehr braucht mehr Personal

Rodgau - (eh) An einer personellen Aufstockung der Feuerwehr führt kein Weg mehr vorbei. Dies machte Stadtbrandinspektor Andreas Winter in der jährlichen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rodgau deutlich.

Während der so genannten Tagesalarmierungszeit wird es immer schwieriger, genügend Personal für den Feuerwehrdienst zu bekommen“, so Winter. Auch Doppelalarmierungen könnten den Mangel an Einsatzkräften nur teilweise auffangen.

Mit 218 Feuerwehrleuten ist die Einsatzabteilung eigentlich gut aufgestellt, auch über Nachwuchsmangel kann die Feuerwehr nicht klagen. Doch viele Aktive arbeiten auswärts. Berechnungen im Jahr 2005 hatten ergeben, dass nur 20 Freiwillige tagsüber in fünf Minuten ihr Gerätehaus erreichen konnten; 94 waren während der üblichen Arbeitszeiten gar nicht verfügbar.

Um die Alarmsicherheit zu gewährleisten, werden werktags zwischen 7 und 16 Uhr grundsätzlich auch die fünf Gerätewarte und die beiden Feuerwehrsachbearbeiter des Rathauses alarmiert.

Die Zahl der hauptamtlichen Gerätewarte soll bis zum Jahr 2010 von fünf auf acht erhöht werden. Dies sieht der Bedarfs- und Entwicklungsplan vor, den das Stadtparlament im Jahr 2006 beschlossen hat. In den nächsten Wochen und Monaten wollen die Brandschützer im Magistrat und bei den Stadtverordnetenfraktionen für dieses Anliegen werben. „Das soll nicht der Einstieg für eine Berufsfeuerwehr sein“, betont Stadtbrandinspektor Winter, „sondern hier sollen Feuerwehrleute in den Gerätehäusern ihre Arbeit für die Feuerwehr machen und bei Alarmierungen zur Verfügung stehen.“ Alles andere sei für eine Stadt dieser Größe nicht bezahlbar.

Im vergangenen Jahr löschte die Feuerwehr in Rodgau 125 Brände (zwei mehr als 2007), leistete in 376 Fällen technische Hilfe (-18) und rückte zu 75 Fehlalarmen aus (+11). Wespenfachmann Peter Tauchert wurde 308 Mal (+22) um Rat gefragt.

Erfolgreich verlief das Projekt „Feuerwehr und Erste Hilfe“ in der Claus-von-Stauffenberg-Schule: Die ersten Oberstufenschüler fahren bereits zu Einsätzen mit.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare