Feuerwehrleute in der Fahrschule

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Brandschützer leisten auch hinter dem Steuer ihrer Fahrzeuge Millimeterarbeit. Ein Parkplatz dient als Übungsfläche.

Nieder-Roden (pep) - Für ihren Feuerwehrführerschein trainierten junge Feuerwehrleute am Standort Rodgau Süd. Als Ergänzung zum normalen Pkw-Führerschein dürfen sie dann nach erfolgreichem Abschluss Feuerwehrfahrzeuge bis 4,75 fahren.

Und nach einer weiteren Prüfung ein Jahr später Fahrzeuge bis fast 7,5 Tonnen steuern. Auf einem Parcours machten sich die Fahrschüler mit den großen Fahrzeugen das erste Mal vertraut. Beim Rangieren auf engem Raum staunte so mancher nicht schlecht, wie wenig man in einem größeren Feuerwehrauto eigentlich sieht.

Die Feuerwehrfahrzeuge werden immer schwerer, es landet zunehmend mehr Ausrüstung auf den Fahrzeugen, erklärte Stadtbrandinspektor Andreas Winter die Notwendigkeit für solche Führerscheine. Dazu sei es wichtig, sicher und schnell etwa an Engstellen vorbeizukommen. Das klappt nur mit ausreichend Übung. Und natürlich sollen auch Kratzer und Ärger vermieden werden.

Als Alternative zum klassischen Führerschein der Klasse C 1 werden zudem deutlich Kosten gespart. Vor dem praktischen Teil haben die jungen Feuerwehrleute einen Abend lang die Theorie vermittelt bekommen.

Die Fahrphysik eines solchen großen Autos ist ganz anders als bei den privaten Autos der Fahrer. Es ist deutlich höher, breiter, und schwerer. Dazu kommt die stark eingeschränkte Sicht und die Geltung von Verkehrszeichen, die mit einem Pkw nicht zu beachten sind. Auch wenn die meisten

Fahrzeuge inzwischen mit Parksensoren und einer Rückfahrkamera ausgestattet sind, sollen die Fahrer nur nach den Spiegeln fahren. Auch wenn das für die meisten ungewohnt ist, ist es keine Alternative, sich auf die technischen Helfer zu verlassen, erklärt Stadtbrandinspektor Andreas Winter. Zusätzlich zu den Grundvoraussetzungen eines Klasse-B-Führerscheins seit zwei Jahren und Punktefreiheit achtet Winter darauf, dass auch ausreichend Fahrpraxis vorhanden ist, bevor er jemand in ein großes Auto setzt. Nach den Trockenübungen auf dem Gelände begleiteten die Feuerwehrkollegen Bernd Klein und Gerhard Weitz die Fahrschüler in ihren Fahrzeugen mit Fahrschulschild in den öffentlichen Verkehr. Die Prüfung wurde dann ein paar Tage später abgenommen.

Quelle: op-online.de

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