Kleinbus voller Windeln brennt

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Ein VW-Bus voller Windeln geriet am Ostersamstag auf der B 45 in Brand. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten drei Stunden.

Weiskirchen (lö) - Ein unruhiges Osterwochenende liegt hinter den Rodgauer Feuerwehren. Die freiwilligen Helfer mussten zu drei Einsätzen in Weiskirchen - zwei Bränden und einer Personenrettung - ausrücken.

Am frühen Montagmorgen wurden die Wehren der Standorte Nord und Süd in die Hainhäuser Straße alarmiert. Im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses brannte eine Wohnung komplett aus. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei hatte ein 34-Jähriger einen Gasheizstrahler mit offener Flamme neben sein Bett gestellt. Als der Mann das Zimmer kurz verlassen hatte, entzündete sich das Kopfkissen, das Feuer griff auf die anderen Räume über. Der Mann konnte rechtzeitig aus der Wohnung fliehen. Er blieb ebenso unverletzt wie die übrigen Bewohner.

Die Feuerwehr war nach Auskunft des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Michael Gröschl mit 32 Kräften vor Ort. Zehn Mann unter Atemschutz bekämpften die Flammen. Die Wohnung im Obergeschoss wurde völlig zerstört, drei Räume darunter wurden durch Löschwasser beschädigt. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest, die Kripo setzte die Ermittlungen gestern fort.

Tragischer Zufall: Den 34-Jährigen hatte die Feuerwehr schon am Gründonnerstag aus seiner Wohnung transportieren müssen und an den Rettungsdienst übergeben. Der brachte den Mann ins Krankenhaus. Wenige Stunden nach seiner Entlassung brach das Feuer aus.

Insgesamt drei Einsätze in Weiskirchen

Ein VW-Bus voller Windeln brannte am Ostersamstag auf der B 45. „Eine Rauchsäule zeigte uns den Weg zur Einsatzstelle zwischen der A 3 und der Abfahrt Froschhausen“, schilderte Weiskirchens Wehrführer Dieter Horch. Das Auto, das bis unters Dach mit Windeln voll gepackt war, stand lichterloh in Flammen. Die Ladung machte die Löscharbeiten schwieriger als gedacht: Zwei Tanklöschfahrzeuge brachten 5000 Liter Wasser an die Unglückstelle. Acht Einsatzkräfte unter Atemschutz zerrten die Windeln aus dem VW-Bus und mussten auch auf der Fahrbahn immer neue Glutnester löschen. Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten drei Stunden, die Polizei sperrte zwei Fahrspuren der B 45.

Da Atemschutzgeräte und Schutzkleidung nach diesen drei Einsätzen knapp wurden, opferten zahlreiche freiwillige Feuerwehrleute ihren Ostermontag, lobte Michael Gröschl: Sie reinigten die Kleidung und füllten den Bestand an Luftflaschen wieder auf.

Quelle: op-online.de

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