Feuerwehr fit für Zukunft

Rodgau (eh) - Die Zeit der Stadtteilfeuerwehren ist bald vorbei. Die Freiwillige Feuerwehr Rodgau hat am Donnerstag mit breiter Mehrheit einen Satzungsentwurf gebilligt, der statt fünf nur noch drei Untergliederungen vorsieht: die Standorte Nord, Mitte und Süd.

Damit ziehen die Brandschützer eine Konsequenz aus der Einweihung der beiden neuen Feuerwehrhäuser. Seit dem Umzug rücken die Einsatzkräfte aus Dudenhofen/Nieder-Roden (Süd) und Jügesheim/Hainhausen (Mitte) gemeinsam aus. Nun folgt die Führungsstruktur dem, was sich im Einsatz bereits bewährt hat. Statt fünf Wehrführern soll es künftig nur noch drei geben.

Die Feuerwehr steht damit vor ihrer größten Veränderung seit der kommunalen Gebietsreform 1977. Auch in weiteren Punkten will die Feuerwehr ihre Statuten modernisieren. Die Kinderfeuerwehr der Sechs- bis Zehnjährigen wird darin ebenso festgeschrieben wie die Heraufsetzung der Altersgrenze für Einsatzkräfte: Erst mit 65 ist endgültig Schluss.

Neue Arbeitsteilung

Der Einzug in die neuen Häuser bedeutet auch eine neue Arbeitsteilung. Jeder Standort hat seine Spezialaufgabe. Die Feuerwehr Mitte übernimmt die schwere technische Hilfeleistung und stellt Geräte für größere Wasserschäden in Gebäuden bereit. Bei Gefahrgut-Unfällen rückt die Feuerwehr Nord (Weiskirchen) aus. Bei der Brandbekämpfung sind die Drehleiter und weitere Fahrzeuge aus dem Süden gefragt.

Mit zwei neuen Einsatzfahrzeugen ist die Ausstattung wieder komplett. Ein Gerätewagen Logistik steht in Weiskirchen. Ein Löschfahrzeug LF 10/6 am Standort Mitte ersetzt ein ausgemustertes Auto aus Hainhausen. Mit rund 110 000 Euro war dieses Fahrzeug für die Stadt verhältnismäßig preiswert: Es wurde zum größten Teil aus Mitteln des Katastrophenschutzes bezahlt.

Die 232 ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Rodgau haben im vergangenen Jahr 119 Brände gelöscht und 416 Mal technische Hilfe geleistet. 87 Mal rückten sie zu Fehlalarmen aus. Diese Zahlen nannte Stadtbrandinspektor Andreas Winter in der Hauptversammlung. Da die meisten Einsatzkräfte auswärts arbeiten, komme es tagsüber immer mal wieder zu Personalengpässen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Tobias Dietz/pixelio.de

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