Fest der Feuerwehr Rodgau-Nord

Fest mit strahlender Übung

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Chemie- und Strahlenschutz sind die Spezialgebiete der Freiwilligen Feuerwehr Rodgau-Nord.

Weiskirchen - Beim Sommerausklangfest feierte die Feuerwehr Rodgau-Nord auch gleich ihren 85. Geburtstag. Besonders die Einsatzübung zog interessierte Blicke auf sich. Michael Gröschl als stellvertretender Stadtbrandinspektor erklärte die einzelnen Schritte und Aktionen.

Da die Feuerwehr-Nord in Rodgau auf die den Umgang mit Gefahrgut spezialisiert ist, gehörten Schutzanzüge natürlich wieder dazu. Diesmal war es jedoch kein Fass mit einer Chemikalie, sondern eine ganz andere Art von Gefahrgut, nämlich radioaktives Material. Zwar gehören solche Einsätze nicht zum Alltag, gerade deshalb - und wegen des enormen Gefahrenpotenzials - werden sie jedoch regelmäßig geübt.

Auf dem Bürgersteig in einer kleinen Kiste verpackt, wartete ein kleiner Teststrahler darauf, von den Einsatzkräften geborgen zu werden. Um die sensiblen Messgeräte zu testen, werden kleinste Mengen radioaktiven Materials verwendet, die jedoch für den Menschen ungefährlich sind. Vorsichtig und mit dem steten Blick auf dem Messgerät tasteten sich die Feuerwehrleute vor, bevor sie die Strahlenquelle in einen Bleibehälter füllten und so abschirmten.

Großübung der Rodgauer Feuerwehr

Großübung der Rodgauer Feuerwehr

Ebenso wichtig ist aber bei Gefahrenstoffen immer die Dekontamination, damit keine schädlichen Stoffe verschleppt werden. Handschuhe und Anzüge, alles was in Kontakt mit dem Material gekommen ist, wird im Ernstfall entsorgt. Nach dem doch irgendwie mulmigen Gefühl, das einige der Besucher beim Anblick des Päckchens mit dem großen gelben Warnaufkleber hatten, sorgte die Rodgauer Feuerwehrblaskapelle für unterhaltsame Ablenkung. Die Blaskapelle spielte erstmals vor Publikum.

(pep)

Feuerwehr Rodgau: Rettung aus dem Eis

Quelle: op-online.de

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