Stichflamme warnt vor Gefahr am Grill

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Mit Gurt und Helm gesichert: An der Kletterschlange geht es hoch hinaus.

Nieder-Roden/Dudenhofen (pep) - „Wir wollen zusammen feiern, informieren und zeigen, wie wir arbeiten“, erklärte Matthias Lippert von der Freiwilligen Feuerwehr Rodgau-Süd am Tag der Feuerwehr den vielen Besuchern des Festes. Im und am Feuerwehrhaus gab es viel zu sehen.

Am Eingang erwarteten die Besucher neben den aktuellen Einsatzfahrzeugen zum Anfassen und Hineinsetzen auch historische Gefährte, etwa die erste Motorspritze der Feuerwehr Nieder-Roden aus dem Jahr 1939. Wenige Meter weiter hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC sein Zelt aufgebaut. Besonders begehrt war die Kodieraktion, mit der gestohlene Räder ihrem Besitzer zugeordnet werden können. Geschickte Radler zeigten die als „Fahrrad-Trial“ bezeichnete Mischung aus Geschicklichkeit und Balance, bei der die unterschiedlichsten Hindernisse überwunden werden.

Eindrucksvolle Vorführungen zeigten die Gefahren von Fettbränden, Spraydosen und Brennspiritus beim Grillen. Eine riesige Stichflamme verdeutlichte allen Zuschauern, dass man brennendes Fett in der Küche niemals mit Wasser löschen darf. Stattdessen ist das Feuer zu ersticken, etwa mit einem Deckel, einer Decke oder einem speziellen Pulverlöscher.

Auch Spraydosen können unter großer Sonneneinstrahlung hoch gefährlich sein, selbst wenn sie leer sind. Durch die Hitze baut sich ein Überdruck auf, der die Dose mit lautem Knall zerfetzt.

Kistenstapeln mit tollem Ausblick

Dass die Verwendung von Spiritus beim Grillen schlimmste Verletzungen hervorrufen kann, sollte eigentlich jeder wissen. Dennoch wird der Brandbeschleuniger immer noch gerne in die Holzkohle gespritzt. Wer unbedingt auf diese Art anheizen will, sollte auf einen speziellen Sicherheits-Grillanzünder zurückgreifen: Er verursacht keine Stichflamme und kostet kaum mehr als der einfache Spiritus.

Zwischen Hüpfburg, Bobby-Car-Strecke und der Bastelstation bot die Jugendfeuerwehr frisch gebackene Crêpes an, mit Zimt, Zucker oder Schokoglasur. Für die Sicherheit in den heimischen vier Wänden bot sie zudem Rauchmelder und kleine Feuerlöscher für den Haushalt an, mit dem sich etwa ein Fettbrand in der Küche löschen lässt.

Die letzte Station des Rundgangs um das Gebäude war die Kletterschlange, die diesmal das bekannte Kistenstapeln ersetzte. Gut gesichert zogen sich die Kinder und Jugendlichen Stück für Stück nach oben, bis sie schließlich einen tollen Ausblick hatten. In der Fahrzeughalle spielte die Rodgauer Blasmusik auf, während sich die Gäste Leckeres vom Schwenkgrill schmecken ließen. Auf der Sonnenterrasse im Café Florian gab es Kaffee und Kuchen.

Zum Fest gab es auch ein Geschenk vom Verein Heimat, Geschichte und Kultur in Dudenhofen. Zusammen mit dem Vorsitzenden Klaus Klein überreichte Matthias Blicke einen Zusammenschnitt von Zeitungsberichten vergangener Zeiten über die Feuerwehr, worüber sich Wehrführer Bernd Klein besonders freute.

Quelle: op-online.de

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