Feuerwehr macht Schule

+
Wie aus dem Lehrbuch seilt sich dieser Schüler vom Schlauchturm ab. Stephan Sattler hält die Sicherungsleine. Fotos: Wolf

Rodgau - Die Claus-von-Stauffenberg-Schule hat ihre eigene Feuerwehr: In einem Pilotprojekt absolvieren Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit den Grundlehrgang der Freiwilligen Feuerwehr. Manche möchten „einfach etwas Sinnvolles tun“, andere wollen via Feuerwehr den Wehr- oder Zivildienst vermeiden. Von Ekkehard Wolf

Tagsüber haben wir in der Schule mehr ausgebildete Einsatzkräfte als in ganz Dudenhofen“, betont Lehrer Markus Henkel. Da kann es durchaus sein, dass Schüler aus dem Klassenzimmer zu Einsätzen alarmiert werden. Zwei Mal ist das in den letzten Monaten vorgekommen. Eine Zeit lang war zu diesem Zweck sogar ein Mannschaftswagen an der Schule stationiert. Praktisch: Wehrführer Bernd Klein arbeitet in dem Oberstufengymnasium als Hausmeister. Für die Einsätze gilt eine Bedingung: Wer eine Klausur schreiben muss, darf nicht ausrücken. Schule geht vor.

Jugendwart Kai Richter erklärt, mit welchen Knoten man eine Leiter gegen Abrutschen sichert.

Innerhalb von zwei Jahren wurden knapp 30 Schüler ausgebildet. Derzeit sind Patrick Steinheimer, Nicole Sadorf, Sascha Merklinger, Tobias Färber, Jonas Bracht, Andrea Schäfer, Holger Enck, Djorde Golubovic, Jens Ade und Hagen Oftring dabei. Sie werden von den ehrenamtlichen Feuerwehrmännern Stephan Sattler, Joachim Nöth, Kai Richter und Marcel Krauße betreut. Auch der Lehrer ist inzwischen in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten.

Im Bundesgebiet gibt es nichts Vergleichbares“, sagt Markus Henkel, der sich beim Innenministerium um eine dauerhafte Finanzierung des Projekts bemüht. Bislang bezahlen die Stiftung „Miteinander leben“ und einige Sponsoren die Einsatzkleidung der Schüler.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare