Rettung durch den Laderaum

Feuerwehrübung: Im Lkw eingeklemmt

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Abschlussbesprechung vor dem zerstörten Lastwagen.

Nieder-Roden - Die Rettung durch den Laderaum eines Kleintransporters stand im Mittelpunkt einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Rodgau-Süd.

Auf der Querspange Nieder-Roden simulierten die Retter auf einem Abschnitt zwischen zwei Kreisverkehren einen schweren Verkehrsunfall mit vielen Fahrzeugen. Ein Lkw-Fahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war im Gegenverkehr frontal mit einem Kleintransporter zusammengeprallt, lautete das Szenario, das sich Thomas Murmann und sein Sohn Sebastian ausgedacht hatten. Weitere Fahrzeuge konnten nicht mehr bremsen und schoben sich unter den Lastwagen oder seitlich in die Unfallstelle. Auch über die Böschung im Graben landete eines der Fahrzeuge.

Übung in der Feuerhölle 2012

Als Abschluss der Ausbildung zur technischen Hilfeleistung der vergangenen acht Wochen lag der Schwerpunkt auf der Rettung eingeklemmter Personen aus dem Führerhaus des Kleintransporters. Bei einem solchen Zusammenstoß ist ein Zugriff vorne oder seitlich oft nicht mehr möglich, deshalb wurde der Fahrer hinten durch den Laderaum befreit.

Zeitgleich suchten weitere Rettungskräfte die Umgebung ab, wendeten ihre neuen Kenntnisse mit den schweren hydraulischen Geräten an mehreren anderen Fahrzeugen an und benutzten die große Drehleiter diesmal auf ungewohnte Art und Weise. Statt hoch hinaus ging es nämlich nach unten. Als so genannte Niederflurrettung näherten sich die Retter dem verunglückten Fahrzeug unterhalb der Böschung sicher im Korb des langen Auslegers.

Mit dem Ablauf und dem Erfolg der Übung zeigte sich Thomas Murmann auch mit Blick auf die Uhr zufrieden. Nach knapp einer Stunde waren alle Personen gerettet, alle Gefahren beseitigt und die Übung abgeschlossen. Auch wenn nicht immer jeder Handgriff sofort sitzt, genau dafür seien Übungen schließlich da. Wie groß der körperliche Einsatz der freiwilligen Retter selbst bei einer Übung ist, zeigte sich an einem der Feuerwehrmänner, der von seinem Kameraden vor Ort versorgt werden musste. Eine Abschlussbesprechung und das Aufräumen der Einsatzstelle bildeten für die 45 Einsatzkräfte das Ende der Übung.

Katastrophenschutzübung in Babenhausen

pep

Quelle: op-online.de

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