Obertshausener Firma zieht nach Jügesheim

Zuwachs im Gewerbegebiet

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Noch ist die neue Halle der KTO Kabeltechnik GmbH ein Gerippe, aber schon bald werden dort Schutzschläuche produziert.

Jügesheim - Zwei weitere Produktionsbetriebe siedeln sich im Gewerbegebiet Jügesheim an. Der eine züchtet Speisepilze, der andere stellt Schutzschläuche für elektrische Kabel her. Beide haben eines gemeinsam: Sie schätzen die gute Anbindung an das überörtliche Straßennetz. Von Ekkehard Wolf

Die Stadt begrüßt die Ansiedlung der beiden Betriebe. „Jedes verarbeitende Unternehmen ist ein Gewinn“, sagt Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze. Die Pilzzüchter sind neu auf dem deutschen Markt. Die Ilinef-1 GmbH ist die Tochter eines koreanischen Unternehmens. In Jügesheim will sie Pilze anbauen und bundesweit vertreiben. Es handelt sich um Pilzsorten, die besonders in der asiatischen Küche verwendet werden. Zu den Abnehmern zählen japanische und chinesische Restaurants.

Auf dem Gelände Philipp-Reis-Straße 11 werden derzeit die ersten Überseecontainer ausgeladen. Die Ilinef-1 GmbH hat sich dort für fünf Jahre eingemietet. Wann die ersten Pilze geerntet werden, steht noch nicht fest. Die Immobilie bietet 2750 Quadratmeter Produktionsfläche. Die Gebäude wurden ursprünglich für einen metallverarbeitenden Betrieb errichtet, wie Otto Melzer, einer der beiden Eigentümer, berichtet. Zu den späteren Nutzern zählten die Firmen Ulma (inzwischen nach Rödermark umgezogen) und Heraeus. Auch Lactec nutzte die Fläche einige Monate lang für einen Großauftrag.

Einen Neubau mit 1200 Quadratmetern Nutzfläche errichtet die KTO Kabeltechnik GmbH an der Ecke Hermann-Staudinger-/Emmy-Noether-Straße. Mit dem Umzug von Obertshausen nach Jügesheim verdoppelt der Betrieb seine Produktionsfläche. „In Obertshausen haben wir keine Fläche gefunden, um eine solche Halle hinzustellen“, berichtet die Geschäftsleitung. Wegen der Mitarbeiter wolle das Unternehmen in der Region bleiben. Die Vorteile des neuen Standorts: ein reines Industriegebiet mit guter Verkehrsanbindung. Bis zum Jahresende soll der Umzug abgeschlossen sein.

Der Kunststoff verarbeitende Betrieb besteht seit 1992. Er hat sich auf Produkte für den Kabelschutz spezialisiert. „Durch kontinuierliches Wachstum haben wir uns von einem regionalen Hersteller zu einem weltweit liefernden Unternehmen entwickelt“, schreibt die KTO Kabeltechnik auf ihrer Internetseite.

Den Schwerpunkt der Produktion des Betriebs bilden verschließbare Schutzschläuche, mit denen man elektrische Leitungen nachträglich ummantelt, bündelt und schützt. Die Erzeugnisse werden in Auto-Industrie, Medizintechnik und anderen Industriezweigen verwendet. Und das weltweit. Künftig sind die KTO-Kabelschläuche „made in Rodgau“.

Quelle: op-online.de

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