Fit-Bo und Yoga in ehemaliger Fabrik

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Fit-Bo-Trainerin Stephanie Sehnert (rechts) brachte die Freundeskreis-Mitglieder und Neugierige gestern mit einer Mischung aus Kampfsport und Aerobic ins Schwitzen.

Jügesheim (lö) - Ohne einen Cent öffentlicher Gelder hat Rodgaus jüngster Verein, der Freundeskreis Turnen und Fastnacht 2011, 350 Quadratmeter in einer früheren Lederwarenfabrik zu seinem Clubheim gemacht.

Am Wochenende stellte er die Räume in der Blumenstraße und sein Sportprogramm erstmals öffentlich vor.

„Unser Ziel sind Angebote, die es anderswo noch nicht gibt. Wir wollen den anderen Vereinen möglichst wenig Konkurrenz machen“, sagte Vorsitzender Rudi Ott. Der - Stand gestern - 211 Mitglieder zählende Freundeskreis, der sich im Frühsommer von der TGS getrennt hatte, will seinen Platz im Rodgauer Vereinsleben finden, ohne das angespannte Verhältnis zum Ex-Verein“ weiter zu belasten. Aus den Abteilungen Turnen und Karneval kam bekanntlich der größte Widerstand gegen die Ende April gescheiterte Fusion zwischen TGS und TGM SV Jügesheim.

Kurse Freizeit- und Gesundheitssport

In der Blumenstraße hält der Freundeskreis momentan neun Kurse Freizeit- und Gesundheitssport pro Woche. Die Gesangsgruppe „Disharmonie“ probt dort, die Geschäftsstelle ist an drei Vormittagen und einem Nachmittag offen. Veranstaltungen soll es im neuen Clubheim aber keine geben. Der Karneval 2012 findet beim SKV Hainhausen statt.

Ott, Kassierer Günter Friedrich und Patrick Decker, der Leiter der Turnabteilung, wissen, dass der Verein in der ehemaligen Fabrik bald an seine räumlichen Grenzen stößt. Der Vorstand hat deshalb schon mehrmals mit Bürgermeister Jürgen Hoffmann über Trainingszeiten in städtischen Hallen verhandelt. Es seien „sehr offene Gespräche“ gewesen, sagt das Führungstrio. Sein Eindruck: Hoffmann behandelt den Freundeskreis so fair wie jeden anderen Verein.

Die Stadt sei ohnehin dabei, ihre Hallenzeiten neu zu sortieren. Etliche Stunden seien geblockt, doch Sportler nicht zu sehen. In zwei bis drei Wochen erwartet der Vorstand eine Antwort.

Der Freundeskreis hat sein Domizil zunächst für fünf Jahre gemietet - mit der Möglichkeit, den Vertrag zu verlängern. Vielleicht schon nächstes Jahr sollen 120 Quadratmeter hinzu kommen. Vor den ersten Kursen haben zahlreiche Helfer Wände gestrichen, Regale eingebaut und eine sportgerechte Beleuchtung installiert.

Quelle: op-online.de

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