Flammen unterm Übungsauto

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Unter Ernstfallbedingungen trainiere die Freiwillige Feuerwehr Urberach, wie sie Verletzte aus Unfallautos rettet.

Rodgau - (lö) Unter Ernstfallbedingungen trainiere die Freiwillige Feuerwehr Urberach, wie sie Verletzte aus Unfallautos rettet. Die groß angelegte Übung hatte einen aktuellen Anlass. Mitte Juni waren die Einsatzkräfte zweimal innerhalb weniger Tage zu Unfällen gerufen waren, bei denen der Verdacht bestand, dass Opfer im Auto eingeklemmt waren.

Bei der Übung sahen sich die Helfer mit folgendem Szenario konfrontiert: Zwei Unfallautos standen am Straßenrand, in beiden saßen noch Verletzte, bei einem schlugen Flammen aus dem Motorraum. Die Puppe, die den Fahrer des brennenden Fiesta simulierte, musste zuerst vor dem Feuer abgeschirmt und dann mit schwerem Gerät befreit werden. Aus dem zweiten Auto mussten die Helfer zwei Insassen, diesmal waren‘s echte Statisten, herausschneiden. Der nicht angeschnallte Fahrer wurde durch die Frontscheibe geschleudert und musste erst gesucht werden, bevor die Feuerwehrleute seine Verletzungen versorgen konnten.

 Keine Angst, nur eine Übungssituation...

Nach nur 31 Minuten war die Übung zu vollster Zufriedenheit von Ausbildungsleiter Karsten Klünder beendet. Mit nur einem Satz schwerem hydraulischem Rettungsgerät und sehr guter Koordination hätten die 21 Einsatzkräfte drei Verletzte aus zwei Autos sowie den herausgeschleuderten Fahrer gerettet. Viele junge Wehrleute, so Klünder, hätten bei der Übung vom „Know How“ der älteren Kameraden profitiert. Vor der Übung hatte die Urberacher Feuerwehr sieben Rödermärker Autohäuser um ein „Abwrackautos“ gebeten, damit das Training möglichst realistisch vonstatten gehen konnte. „Leider kam nur eine Antwort“, bedauert Pressewart Matthias Göbel. Lediglich der Urberacher Ford-Händler Mieth bot ein modernes Fahrzeug an, das das Niveau der Schneid- und Spreizarbeiten gleich um ein gewisses Maß anhob, freute sich die Feuerwehr dann um so mehr.

Quelle: op-online.de

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