Flammensäule lockte viele Neugierige

+
In trauter Zweisamkeit genossen Sophie und Vanessa das Osterfeuer der Nieder-Röder Feuerwehr.

Nieder-Roden - (lö) Die Flammen der Premiere loderten fast 15 Meter hoch in den Abendhimmel: Die Nieder-Röder Feuerwehr hatte am Samstag einen Brauch importiert, der sonst eher im Norden oder Süden der Republik gepflegt wird, und zu ihrem ersten Osterfeuer geladen.

Mehrere hundert Neugierige verfolgten das Spektakel aus gebührendem Abstand - bewacht von einem Tanklöschfahrzeug. Klaus-Dieter Hartmann, ein in Nieder-Roden heimisch gewordener Niedersachse und Kassierer des Feuerwehrvereins, hatte die Idee gehabt. Seine Kameraden waren buchstäblich Feuer und Flamme. „15 Mann haben am Samstagmorgen angefangen, Holz aus dem Wald zu holen“,berichtete Hans Gerschner, der den Aufbau des Osterfeuers koordinierte. Besonders gefreut hat ihn, dass sich Förster Peter Bangert nicht lange bitten ließ, sondern den Wehrmännern sofort etliche schön trockene Fichten-, Kiefern- und Lärchenstämme zuwies. Zusammen mit Paletten und Strohballen wurden sie zu einer fünf Meter hohen Pyramide aufgetürmt. Die wurde den ganzen Tag über sorgfältig bewacht. Hans Gerschner: „So was lockt doch sonst Zündler an.“Der stellvertretende Wehrführer Steffen Löbig durfte den Holzstapel kurz nach 19.30 Uhr ganz offiziell in Brand setzen.

Steffen Löbig entzündete das Osterfeuer am Samstagabend kurz nach halb acht.

Der große Andrang hatte die Nieder-Röder Feuerwehr offenbar überrascht: Schon nach gut zwei Stunden musste ein erster Trupp ausrücken, um frische Getränke zu besorgen. Spätestens da dürfte sich Kassierer Hartmann zu seiner Idee beglückwünscht haben.

Das erste Osterfeuer auf dem Festplatz war wahrscheinlich auch das letzte an dieser Stelle. Bekanntlich baut die Stadt Rodgau dort die gemeinsame Wache für die Feuerwehren aus Dudenhofen und Nieder-Roden. Und weil die mit Geld aus dem Konjunkturprogramm finanziert wird, müssen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen.

Quelle: op-online.de

Kommentare