1000 Euro für den entscheidenden Tipp

Flüchtiger Rollerfahrer: Eltern setzen Belohnung aus

Nieder-Roden - Saskia Unger gibt nicht nach. Nachdem ihre Tochter Clara von einem immer noch flüchtigen Rollerfahrer gestreift und verletzt worden war, setzt sie jetzt 1000 Euro Belohnung aus.

Donnerstag, 22. Februar, 15 Uhr. Die Zwillinge Clara und Alena Unger gehen mit ihren Großeltern unweit der B45-Brücke an der Römerstraße spazieren. Clara ist Richtung Don-Bosco-Heim mit einem Laufrädchen unterwegs. Als sich ein Rollerfahrer nähert, macht die Dreijährige auf Zuruf der Großeltern alles richtig. Sie bleibt am rechten Straßenrand stehen. Der Rollerfahrer und sein Sozius holen auf der Brücke noch mal richtig Schwung – dann passiert das Unbegreifliche. Obwohl auf dem Weg mehr als genug Platz ist, quetscht sich das Duo rechts an dem Mädchen vorbei. Der Roller erfasst die Kleine, sie stürzt, bricht sich das Schlüsselbein, weint bitterlich. Der Rollerfahrer macht einen kurzen Schlenker, muss gemerkt haben, was passiert ist – fährt aber ungerührt weiter. Seither ermittelt die Unfallfluchtgruppe der Polizei (06183/911550) – bis heute aber ohne Erfolg.

Schon kurz nach der Unfallflucht hatte die Familie des kleinen Mädchens an der Heinrich-Böll-Schule (HBS), am Friedhof an der Römerstraße und am S-Bahnhof Suchzettel aufgehängt mit der Bitte, dass sich Zeugen melden. In Facebook wurde der Aufruf 500 Mal geteilt, Schüler der HBS haben den Zettel mit ihren Handys abfotografiert, um bei der Tätersuche zu helfen. „Die Zettel werden jetzt aktualisiert“, sagt Saskia Unger. „Außerdem setzen wir 1000 Euro Belohnung von unserem privaten Geld für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.“ Die Mutter vermutet, dass Jugendliche hinter der Sache stecken. Der Roller des Unfallfahrers war dunkel (vermutlich schwarz). Beide Fahrer trugen schwarze Helme. Der Fahrer war etwas größer als sein Sozius.

Das droht Verkehrssündern bei einer Unfallflucht

Clara musste operiert werden. Das Schlüsselbein war gebrochen und gesplittert, Bänder gerissen. Seit der OP muss das Mädchen einen Stützverband tragen, der den rechten Arm und die Schulter ruhig stellt. Regelmäßig wird das OP-Pflaster an der Schulter gewechselt. Eine weitere OP wird in etwa sechs Wochen erforderlich. (bp)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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