Ausnahmen vom Nachtflugverbot

Neue Klagen über Fluglärm in Weiskirchen

Weiskirchen (eh) - Die Lärmbelästigung durch den Flugverkehr hat in jüngster Zeit in Weiskirchen zugenommen, wie betroffene Bürger berichten.

„Obwohl die eigentliche Fluglinie der Richtung Osten startenden Maschinen der Schnittpunkt A 3 / B 45 ist, werden die Wohngebiete zwischen Schillerstraße und dem Wallersee ständig in niedriger Höhe überflogen“, berichtet unser Leser Otmar Daub. Die Messstation in Rembrücken zeige teilweise mehr als 75 Dezibel an. „Vor dieser Flugroutenänderung hatten wir in Weiskirchen fast keinen Fluglärm“, so Daub. Doch jetzt herrsche ein „Lärmterror“, obwohl es nach Angaben der Deutschen Flugsicherung keine Änderung gegeben habe.

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Zu viele Ausnahmen vom nächtlichen Start- und Landeverbot kritisiert Gerhard Romen von der Bürgerinitiative „Anflug mit Ruhe“, der nördlich der Autobahn 3 wohnt: „Nachts um halb zwölf donnern hier Flugzeuge drüber. Es kann nicht sein, dass sie vor 23 Uhr gestartet sind. So lange braucht man nicht vom Flughafen bis nach Weiskirchen. Mir scheint, dass sie in Frankfurt die Ausnahme zur Regel machen und das Gerichtsurteil aushöhlen.“ Romen fordert, dass alle Beteiligten die Spielregeln einhalten.

Am Christian-Zang-Haus betreibt die Stadt Rodgau eine eigene Lärmmessstation. Deren Ergebnisse sind über den Deutschen Fluglärmdienst abrufbar.

Quelle: op-online.de

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