Flugverbot in der Nacht gefordert

Weiskirchen (eh) - Ein absolutes Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen fordern die SPD-Mitglieder im Ortsbeirat Weiskirchen. „Gesundheit geht vor“, schreibt Ralf Kunert, Vorsitzender der SPD Rodgau-Nord.

Er fordert die Landesregierung auf, ihre Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht zurückziehen. Die Regierung will das Nachtflugverbot aufweichen.

Die neuen Anflugverfahren, die zurzeit nachts erprobt werden, sind Teil des so genannten „Maßnahmenpakets aktiver Schallschutz“. Eine paradoxe Bezeichnung, wie Kunert deutlich macht: „Für Rodgau und besonders für Weiskirchen bedeutet der aktive Schallschutz in diesem Fall leider nur eines: Weniger Schlaf.“

Die Stadt darf sich nach Ansicht der Sozialdemokraten nicht auf den Rechtsweg beschränken. Sie müsse „auch“ die rechtlichen Mittel ausschöpfen, so Kunert: „Ganz besonders, wenn man vorher nicht einmal gefragt wurde.“ Die Empfehlungen des „Forums Flughafen und Region“ seien ohne korrekte Beteiligung des Offenbacher Ostkreises zu Stande gekommen.

Der Widerstand kennt keine Parteigrenzen. Der SPD-Mann begrüßt, dass sich auch die CDU-Landtagsabgeordneten Frank Lortz, Ismail Tipi und Hartmut Honka in der Presse und auf regionalen Veranstaltungen für ein striktes Nachtflugverbot aussprechen. Ralf Kunert: „Letztlich ist es egal, an welchem Strang wir ziehen – Bürgerinitiative, Verwaltung oder Parteien - Hauptsache, wir ziehen in die gleiche Richtung und sind uns über das Ziel einig.“

Die CDU hatte als erste Partei in Rodgau schon im Sommer vorigen Jahres vor zunehmendem Fluglärm gewarnt, unter anderem mit einer Veranstaltung. Bereits damals stellte sich die Union hinter die Bürgerinitiative „Anflug mit Ruhe“.

Quelle: op-online.de

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