Ausstellungsplätze bereits bis 2017 ausgebucht

„Flurkunst“ belebt Rathaus-Gänge

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AKSE-Chef Martin Winter (links) und Walter Stolz (rechts) hängen das erste Bild für die Ausstellungsreihe „Flurkunst“ auf.

Rodgau - In Rodgau ist die Kunst an vielen Orten zuhause. Jetzt kommt ein neuer hinzu. Rodgauer Künstler stellen im Rathaus aus. Grafik-Designer Walter Stolz macht den Anfang mit herrlichen Skizzen aus den vergangenen 20 Jahren seines vielfältigen Schaffens.

Vom 5. Februar an sind sie im 1. Stock im Flur zu sehen. Rodgaus Kunstszene hat viele Gesichter. Das zeigt mehr als deutlich die große Anzahl interessanter Künstler, die sich unter anderem während der jährlichen „Rodgauer Art“ präsentieren. Dabei ist die Anzahl der Kunstschaffenden sogar so groß, dass nicht immer alle an der renommierten Ausstellung teilnehmen können, zumal sich dabei auch auswärtige Künstler präsentieren.

Die imposante künstlerische Vielfalt und der Wunsch, die Kunst noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, regte die städtische Agentur Kultur, Sport und Ehrenamt (AKSE) nun dazu an, weitere Ausstellungsmöglichkeiten für Rodgauer Künstler zu finden. Ab Februar werden im ersten Stock des Rodgauer Rathauses 40 Meter Wandfläche dauerhaft für Ausstellungen unter dem Namen „Flurkunst“ zur Verfügung stehen. Die Bilder werden an Galerieleisten hängen, die eine gewisse Flexibilität für die Präsentation bieten. Jeder Künstler kann acht Wochen lang ausstellen.

20 Künstler bereits angemeldet

53 Rodgauer Künstler sind über diese Idee informiert worden. Bereits nach wenigen Tagen hatten sich 20 Künstler angemeldet. Das bedeutet: Bis Anfang 2017 sind die Ausstellungsplätze theoretisch vergeben. Die Künstler organisieren ihre Ausstellung und gegebenenfalls eine Vernissage selbst, die AKSE koordiniert die Termine, die Reihenfolge und die Pressearbeit. In der Regel beginnt die Ausstellung donnerstags und endet nach acht Wochen ebenfalls an einem Donnerstag. „Dieser neue Ausstellungs-Ort ist ein Gewinn für alle. Der Flur im ersten Stock ist stark frequentiert, die Bilder werden von der Öffentlichkeit und Rathausmitarbeitern wahrgenommen, gleichzeitig werten die Kunstwerke den Flur auf. Zudem entsteht durch „Flurkunst“ ein neuer Bezug für die Rathausbesucher zur Verwaltung“, loben Bürgermeister Jürgen Hoffmann und AKSE-Chef Martin Winter das neue Projekt unisono.

Mit Walter Stolz aus Nieder-Roden geht „Flurkunst“ am 5. Februar an den Start. Er präsentiert Skizzen in Aquarell oder als Buntstiftzeichnungen. Der Titel seiner Ausstellung ist: „RodgauRheinMain“.

Seine Skizzen sind mit schnellem Strich meist bei Sonntagsausflügen im Freien in Rodgau und der Umgebung entstanden und stellen vorwiegend charakteristische Bauwerke dar: Pfarrgasse Weiskirchen, Meckelsmühle, Kirche Dudenhofen, Wasserturm, Basilika Seligenstadt, St. Cäcilia Heusenstamm, Kloster Eberbach, Untermainbrücke Frankfurt, Flughafen und mehr. Es geht Stolz um die Darstellung des Heimatortes Rodgau und der spannungsreichen Umgebung, in die Rodgau eingebettet ist. „Wir leben in einer starken Region. Das will ich zeigen“, sagt Stolz. Seine Bilder veröffentlicht er regelmäßig auch im Internet. Das findet großen Zuspruch. „Ich habe fast 200.000 Klicks und Kommentare bekommen.“ Stolz freut sich regelmäßig darüber, „wie sehr die Leute von Rodgau schwärmen.“

Kunstaustellung „Rodgauer Art 12“

Kunstaustellung „Rodgauer Art 12“

Walter Stolz kommt gebürtig aus dem Saarland und ist über Frankfurt vor vielen Jahren nach Rodgau gezogen. Er ist mittlerweile hier beheimatet und identifiziert sich stark mit seinem Wohnort, hat aber nie den Blick des Zugezogenen verloren. Die Ausstellung beginnt am Donnerstag, 6. Februar, läuft bis 3. April und ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses für jeden zugänglich. Die weiteren ausstellenden Künstler werden über unsere Zeitung rechtzeitig vor Ausstellungsbeginn bekannt gegeben.

bp

Quelle: op-online.de

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