Lücke im Radverkehrsnetz soll im Lauf des Jahres geschlossen werden / Zwei Städte teilen sich die Kosten

Fördergelder für Radweg nach Rembrücken beantragt

Gefährliche Nähe: Fahrradfahrer zwischen Hainhausen und Rembrücken sind auf dem Mehrzweckstreifen oft nur eine Armlänge von den Autos entfernt. Foto: Wolf

Hainhausen/Rembrücken – Der geplante Fahrradweg zwischen Hainhausen und Rembrücken wird voraussichtlich in diesem Jahr gebaut, wie der Magistrat mitteilt. Die Bauarbeiten können aber erst beginnen, wenn das Land Hessen eine Kostenbeteiligung zugesagt hat.

Die Stadtwerke haben den Förderantrag am 3. Dezember gestellt.

Der 1 200 Meter lange Weg soll eine Lücke im überörtlichen Radwegenetz schließen. Bisher müssen Fahrradfahrer die Straße benutzen, nur durch eine weiße Linie vom Autoverkehr getrennt. Trotz Tempolimit (70 km/h) ist das nicht ungefährlich. In Zukunft soll ein Grünstreifen die Radler schützen. Der Radweg hat dann 1,75 Meter Abstand zur Straße.

Der neue Weg wird 2,50 Meter breit und soll nördlich der Straße verlaufen. Zwischen Rembrücken und Heusenstamm geht es auf der gleichen Seite weiter. In der Gegenrichtung bringt das ein Problem mit sich: Wer von Heusenstamm nach Hainhausen radelt, muss in Rembrücken zweimal die Straße überqueren.

Seit 30 Jahren ist eine Radwegverbindung beider Orte im Gespräch. Mehrere Varianten wurden diskutiert und verworfen. Den Anstoß zur aktuellen Planung gaben Eltern aus Rembrücken, deren Kinder in Rodgau zur Schule gehen.

Vor knapp einem Jahr verständigten sich Rodgau und Heusenstamm darauf, wer den Bau des Fahrradwegs bezahlt. Das Ergebnis: Beide Städte teilen sich die Baukosten im Verhältnis 50 : 50; für den Unterhalt ist jede Stadt auf ihrer Gemarkung verantwortlich.

Die Baukosten sind mit rund 915 000 Euro kalkuliert. Je nach Höhe des Landeszuschusses (60 bis 70 Prozent) bleiben an jeder der beiden Städte etwa 140 000 bis 180 000 Euro hängen.  eh

Quelle: op-online.de

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