Forst baut Froschteich

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Der Moorfrosch kommt landesweit nur noch an sechs Stellen vor. Seine Population in Rodgau gilt als die größte in Hessen.

Nieder-Roden (pul) ‐ Für den Moorfrosch legt das Forstamt Langen zurzeit im Nieder-Röder Wald ein 15 bis 20 Meter kleines Biotop an. Die streng geschützte Amphibienart soll hier in einer durch Baggerarbeiten ausgehobenen Senke ein neues Zuhause finden.

Außer den beiden Tümpeln links und rechts der Querspange am Postfrachtzentrum und dem Naturschutzgebiet Kalksandsteinwerk sollen die neu angelegten Gewässer „In der Stocklache“ als Laichraum für die Frösche fungieren. Das Schutzkonzept will neben der Bestandssicherung auch einen Bestandsaufbau sowie die Vernetzung der Vorkommen erreichen.

Dieter Kramm, Bereichsleiter Naturschutz beim Forstamt Langen, und Förster Peter Bangert zeigten sich zufrieden mit den Arbeiten „In der Stocklache“.

Voraussichtlich werde es zwei Jahre dauern, bis sich das neu angelegte Areal begrünt hat, erklärt Dieter Kramm vom Forstamt Langen. Dann werden möglicherweise Laichballen des Tieres im Gewässer ausgesetzt. Im benachbarten Naturschutzgebiet „Niederrodener Lache“ sind weitere Biotope für die seltenen Amphibien geplant. Neben der Patenschaft für den Moorfrosch hat sich das Forstamt in der Region auch dem Schutz des Ziegenmelkers verschrieben.

Der Moorfrosch ist bekannt für sein buntes Hochzeitskleid. Im zeitigen Frühjahr gehen die Männchen auf Brautschau und verfärben sind dabei von Braun bis hin zu einem auffallenden Blau.

Quelle: op-online.de

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