Frauen wollen auf den Chefsessel

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In den nächsten Jahren will die Stadt Rodgau altersbedingt frei werdende Chefsessel in Kitas aus den eigenen Reihen besetzen.

Rodgau ‐ Die Stadt geht bei der Personalentwicklung neue Wege: In den nächsten Jahren sollen altersbedingt frei werdende Leitungsstellen in kommunalen Kindertagesstätten aus den eigenen Reihen besetzt werden. Um die pädagogischen Fachkräfte auf ihre Rolle als künftige Leitungskraft vorzubereiten, bietet die Stadt in den elf Kitas eine dreijährige Weiterbildung an. Von Bernhard Pelka

In einem ersten Schritt wurden alle 140 pädagogischen Fachkräfte - sowohl aktive sowie auch jene, die sich derzeit in Elternzeit befinden - schriftlich über die Qualifizierungsmaßnahme informiert. 25 interessierte Erzieherinnen nutzten zwei Informationsveranstaltungen. Letztlich haben sich 14 Frauen aus neun Kitas für eine Teilnahme beworben. „Die ideale Gruppengröße“, findet Margit Franz, die als pädagogische Mitarbeiterin der Abteilung Kinder, Jugend, Familie, Senioren dieses Projekt steuert und betreut. In regelmäßigen Abständen wird sich die Gruppe nun zu Fortbildungstagen und zur kollegialen Beratung treffen.

Den Auftakt bildete im November ein Drei-Tage-Seminar zum Thema „Meine Rolle als Leiterin - Führung aktiv gestalten“. 2010 wird sich die Gruppe mit „Kommunikation und Gesprächsführung für Leitungskräfte“ beschäftigen. Als Kooperationspartner konnte Esther Schmitt, Referentin der GISA Marburg (Gesellschaft für innovative Sozialarbeit gGmbH), gewonnen werden.

Abschlussarbeit ist Pflicht

Alle 14 Frauen waren überaus motiviert und hochengagiert bei der Sache“, lobt Esther Schmitt in einer städtischen Pressemitteilung. Der Auftakt sei gelungen, tatkräftig auch durch den Personalrat unterstützt, der für Pausengetränke sorgte.

Im weiteren Verlauf der Qualifizierung werden sich die Erzieherinnen darin üben, verschiedene Veröffentlichungen zu schreiben (Fachzeitschriften, Presseartikel) sowie Projekte eigenverantwortlich anzugehen und zu begleiten. „Lassen wir uns überraschen, was sich die Erzieherinnen an Projekten alles einfallen lassen“, ist Margit Franz gespannt. Jede Erzieherin wird über den Zeitraum von drei Jahren ein eigenes Lerntagebuch führen und sich in den nächsten Monaten eine erfahrene Beraterin (Mentorin) suchen. Eine Abschlussarbeit ist Pflicht, die sich mit dem Führen und Leiten einer Kita befasst.

Quelle: op-online.de

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